Ist die SPD jetzt völlig verrückt geworden?

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  • RE: IdSPDjvvg?: 10 Euro Eintritt nach Steinhof

    carokann, 25.05.2011 00:17, Reply to #60
    #61

    @gruener

    Das Berliner Äquivalent nennen wir "Bonnies Ranch"

    http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik

    Willkommen!

  • RE: IdSPDjvvg?: 10 Euro Eintritt nach Steinhof

    gruener (Luddit), 25.05.2011 01:00, Reply to #59
    #62
    steinhof (oder wie auch immer man das berliner pendant zum wiener narrenhaus schimpft) nachdenken.

    Wie kommt es, daß Dir der Name des Wiener Irrenhauses so geläufig ist, daß Du es als Synonym für Narrenhäuser verwendest? Zu viel Thomas Bernhard gelesen, oder ist es der doch leicht überproportionale Einfluß der Österreicher auf dieser Plattform?

    nö, in meiner jugend zuviel georg danzer gehört... u.a. die lp narrenhaus (in der ösi-version) außerdem habe ich einen teil meiner kindheit/jugend - zu meinem leidwesen - in österreich verbracht.

  • RE: IdSPDjvvg?: Raus aus den Hinterstübchen

    retlow, 25.05.2011 13:53, Reply to #54
    #63

    Wenn ich mich registrieren lassen muß, um den SPD-Kandidaten mitbestimmen zu können, wäre das eine Art öffentliches Bekenntnis: "Das ist mir wichtig", "da will ich mitmachen", " da sag ich meine Meinung"  - warum nicht?

    Ich persönlich finde das gut, der Mausklick im Internet genügt nämlich auf keinen Fall. Natürlich muß die SPD oder eine andere Partei, die so vorgehen will, eine ganz andere Haltung zu den Leuten einnehmen.Sie muss die Leute nicht "mitnehmen", nicht "beteiligen" oder wie ähnliche Worthülsen lauten. Sie muß die Leute aber einladen und wie ein höflicher Gastgeber behandeln. Dadurch, dass sie das Votum der eingeladenen Wähler wirklich in die Entscheidung einbezieht, würde sie beweisen, dass sie die Leute ernst nimmt.

    Nicht schlecht. Übel aber für die mediokren Funktionäre.

    Wirklich gut tun würde dieses Verfahren auch und gerade den Grünen. Diese Mini-Mitgliederpartei mit 20 bis 33 Prozent Wählerzuspruch in Dorf, Stadt, Land und Bund und viel zuwenig qualifizierten Personal muss raus aus den Hinterstübchen!

  • RE: IdSPDjvvg?: Raus aus den Hinterstübchen

    carokann, 25.05.2011 14:32, Reply to #63
    #64

    Eine Verwaltungsgebühr zu erheben passt irgendwo zu der SPD.

    Die Begründung, man wolle dem politischen Gegner Manipulation erschweren ist total beknackt.

    Wie ist das eigentlich in den USA, müssen dort die Wähler in den primaries auch eine Gebühr bezahlen, wanli?

  • RE: IdSPDjvvg?: Raus aus den Hinterstübchen

    saladin, 25.05.2011 15:00, Reply to #64
    #65

    Eine Verwaltungsgebühr zu erheben passt irgendwo zu der SPD.

    Die Begründung, man wolle dem politischen Gegner Manipulation erschweren ist total beknackt.

    Wie ist das eigentlich in den USA, müssen dort die Wähler in den primaries auch eine Gebühr bezahlen, wanli?

    in der usa kommt es auch immer wieder vor dass aufgerufen wird bei der anderen partei mitzustimmen

    ausserdem gibt es dort ja auch unterschiedliche vorwahlmodelle - viele auch für nicht-parteimitglieder geschlossene

  • RE: IdSPDjvvg?: Raus aus den Hinterstübchen

    retlow, 25.05.2011 15:39, Reply to #64
    #66

    Eine Verwaltungsgebühr zu erheben passt irgendwo zu der SPD.

    Die Begründung, man wolle dem politischen Gegner Manipulation erschweren ist total beknackt.

    Wieso ist das "beknackt"? Auch noch "total"?

    Wenn ich zu 'ner Party gehe, nehme ich auch was mit und seh das nicht nur als Gratisveranstaltung.

  • RE: IdSPDjvvg?: Raus aus den Hinterstübchen

    carokann, 25.05.2011 16:26, Reply to #66
    #67

    Mit einer 10 Euro Verwaltungsgebühr wird man bestimmt keine Manipulateure abschrecken.

    Sehr wohl werden aber gerade Einkommensschwache, die der SPD in Scharen davongelaufen sind, es sich zweimal überlegen.

    Resultat: Die SPD will weiter unter sich bleiben.

    Schade!

  • RE: IdSPDjvvg?:Geiz ist geil, hat in der Demokratie nichts verloren

    retlow, 25.05.2011 16:38, Reply to #67
    #68

    Mit einer 10 Euro Verwaltungsgebühr wird man bestimmt keine Manipulateure abschrecken.

    Sehr wohl werden aber gerade Einkommensschwache, die der SPD in Scharen davongelaufen sind, es sich zweimal überlegen.

    Resultat: Die SPD will weiter unter sich bleiben.

    Schade!

    Nein - natürlich wird die SPD-Mitgliederschaft darauf dringen, dass eine Bedürftigkeitsprüfung eingeführt wird und man auch für 1 Euro abstimmen darf. Eine 1 Euro-Abstimmung sozusagen.

    Spass beiseite: Das Verfahren für die Kandidaten muss geöffnet werden.Von allen Parteien! Aus Qualitätsgründen. Sich registrieren lassen, einen finanziellen Beitrag leisten - das würde die Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit des Verfahrens auf beiden Seiten, bei der nominierenden Partei wie bei den politisch interessierten Wählern erhöhen. Geiz ist geil, hat in der Demokratie nichts verloren.

  • RE: IdSPDjvvg?: Details der Organisationsreform

    carokann, 26.05.2011 03:19, Reply to #68
    #69
  • RE: IdSPDjvvg?: Details der Organisationsreform

    retlow, 26.05.2011 11:49, Reply to #69
    #70

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,764834,00.html

    Danke! Auf den ersten blick ist festzustellen, dss spezifische Stärken der alten SPD nicht auftauchen. Trotzdem ist eine Orga-Reform wohl überfällig. Die "McKinsey-Kur" an zwei Beispielen:
    • Ineffektiven und zu kleinen Ortsvereinen könnte es künftig an den Kragen gehen. Sofern ein Ortsverein keinen "handlungsfähigen Vorstand" bilden kann, soll er kurzerhand mit einem anderen fusioniert werden. Zudem werde man prüfen, ob eine "festgelegte Mindestgröße" bei der Anzahl von Mitgliedern in einem Ortsverein sinnvoll sein könnte.

    Falsch! Das zerstört Ressourcen, die durch lokale und regionale Identitäten gebildet werden, ob nun bei der SPD oder der CDU. Bisher ein wichtiger Vorteil gegenüber den mitgliederschwachen Grünen und der FDP.

    • SPD goes USA - mit der Idee quasi-öffentlicher Vorwahlen geben sich die Sozialdemokraten amerikanisch. Und das auch noch an anderer Stelle: So will man sich künftig schön graswurzelorientiert geben und an dem orientieren, was die Gewerkschaften jenseits des Atlantik "Organizing" nennen. Künftig sollen speziell ausgebildete hauptamtliche SPD-Organizer vor Ort auf die Menschen zugehen, neues Vertrauen erarbeiten und Inhalte vermitteln.

    Richtig! Professionalisierung an der Basis fehlt bisher durchgängig. Die örtlichen, durchweg ehrenamtlichen (!) Funktionäre nehmen sich zu wichtig (kompensieren über) und werden nicht durch professionell handelnde Organizer vor Ort und Gemeinwesenarbeiter herausgefordert.

    Spannend ist die Frage, was geschieht, wenn die anderen Parteien ähnliches versuchen, insbesondere die notorisch mitgliederschwachen Parteien.

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