CDU - Christ-Demokratischer-Untergang

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  • CDUntergang : Röttgen wie Rühmann-light

    carokann, 09.05.2012 20:43, Reply to #310

    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=KHjraVrTmro

    Ziemlich lächerlich der Vorwurf, dass Röttgen wegen des ironischen "bedauerlicherweise" die Erwartungen seiner Partei nicht erfüllen wird in NRW, aber dieses Oberschülerhaft-Rühmaneske Gehabe geht den Wählern auf die Nerven.

    Gestern zeigte phoenix ein interessantes Feature über Kraft und Röttgen im Vergleich, wenn sie auf echte Menschen zugehen im Wahlkampf. Röttgen verliert hier glatt. Das ist deshalb bedauerlich, weil er auf den ersten Blick bereit zum Konatkt zu sein scheint, aber letztlich funkt es nicht.

    Der Grund: diese Wahl kam zu früh für seine hohen Ziele im Bund.

    Lehrgeld!

  • RE: CDUntergang : Wunden lecken

    carokann, 14.05.2012 09:41, Reply to #311

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wahl-in-nrw-seehofer-attackiert-roettg en-a-832964.html

    und

    Peter Altmaier:

    "Das war eine der schwersten Niederlagen der CDU in ihrer Geschichte." phoenix

  • CDUntergang : Wunden lecken ... und Rot-Grün Rausch ausschlafen

    ronnieos, 14.05.2012 10:26, Reply to #312

    Untergang ist die Vorrausetzung für die  CDU - Auferstehung

    Auch aus dem Spiegel, den carokann so gerne zitiert  zu Rot-Grün im Bund ....

    ".... Wer das für utopisch hält bei Rot-Grün, dringt angesichts der aktuellen Jubelarien kaum durch. Von "Unken-Strategen" sprach Grünen-Chefin Roth am Wahlabend, "die jetzt dazulernen müssen". Aber vorsichtig zu Wort gemeldet haben sie sich dann doch in der Telefonschaltkonferenz zur NRW-Wahl.

    Beispielsweise Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer: Er hält die Verengung auf Rot-Grün für unrealistisch und wünscht sich eine offenere strategische Debatte. Auch Sachsens Grünen-Fraktionschefin Antje Hermenau und ihr hessischer Kollege Tarek Al-Wazir äußerten sich ähnlich.

    Aber das wollte im Moment des Düsseldorfer Triumphs niemand hören, die Reaktionen sollen wenig freundlich gewesen sein."

  • RE: CDUntergang : Wunden lecken

    Mühle zu, 14.05.2012 11:16, Reply to #312

    Na das war gestern endlich einmal wasser auf deine mühlen, die du bisher vor allem mit deiner puste anzutreiben versucht hast: eine krachende cdu-niederlage, die sich nicht schönreden lässt. Das ergebnis ist so arg, dass ich mir gut vorstellen kann, so mancher schwarze sehnte sich nach der oppositionsrolle im bund.

    Bevor sich bei dir so was wie euphorie breitmacht - sie möge uns erspart bleiben, weil schon die normalität schwer zu ertragen ist -, einige hinweise meinerseits:

    1) Die nächste landtagswahl findet erst in acht monaten statt (niedersachsen). Es muss abgewartet werden, ob die bundesweiten umfragen (und zwar nicht jene in den nächsten tagen, sondern in den nächsten monaten) eine deutliche veränderung der politischen großwetterlage zeigen. Auch nach nrw würde ich vermuten, dass rot-grün mit keiner mehrheit rechnen kann und ein ende der merkel-kanzlerschaft nur über ein dreiparteienbündnis, also die einbindung der fdp oder der piraten oder der linkspartei möglich ist.

    2) Und ich kann beim besten willen nicht sagen, was eine spd-geführte regierung in den großen linien komplett anders machen würde.

    Und wenn sie es komplett anders machen würde kann ich nicht erkennen, was so toll daran wäre, würde deutschland seine staatsverschuldung massiv erhöhen oder einer weginflationierung der staatsschulden im euroraum (auf die wohl alles hinauslaufen würde) den weg ebnen.

    Ich hätte im übrigen auch große sorge um die wohlergehen einer regierungspartei spd. Die gute alte tante liegt in bundesweiten  umfragen trotz oppositionsrolle bei besten rahmenbedingungen deutlich unter der 30-prozent-marke.  Bei dem gegenwind, mit dem alle europäischen regierungen wohl auch in den nächsten jahren zu rechnen haben, könnte einem regelrecht angst und bange werden...

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wahl-in-nrw-seehofer-attackiert-roettg en-a-832964.html [spiegel.de]

    und

    Peter Altmaier:

    "Das war eine der schwersten Niederlagen der CDU in ihrer Geschichte." phoenix

  • RE: CDUntergang : Wunden lecken

    carokann, 14.05.2012 11:27, Reply to #314

    Das schwarz-grüne Projekt hat mit Röttgen den Hoffnungsträger verloren, deshalb ist die Enttäuschung Palmers verständlich.

    Warum hat Röttgen so krachend verloren? Der FOCUS sieht sechs zentrale Fehler der CDU in NRW und ihres Spitzenkandidaten.

    https://www.focus.de/politik/deutschland/nrw-wahl/tid-25789/die-sechs-patzer-des -norbert-roettgen-diese-fehler-fuehrten-zum-ruecktritt-des-cdu-landesvorsitzende n_aid_752225.html

  • RE: CDUntergang : Wunden lecken

    Buckley, 14.05.2012 17:40, Reply to #315

    Nu isses aber mal gut Mr. Caro. Was ist davon zuhalten mal selbst nachzudenken anstatt die versammelten Zeitungsartikel, die nebenbei jeder selbst lesen kann, hier zu verlinken und dabei in Jubelgeheul auszubrechen?

    Nüchtern betrachtet lässt sich von der NRW Wahl garnichts auf den Bund hochrechnen, niente, nothing. Auch wenn die roten und grünen Laberheinis in den verdammten Talkshows gerne so hätten.

    a. Hannelore Kraft ist ne kompetente und mediale Frau, dazu in NRW sehr beliebt, sprich ne auf NRW bezogene einzigartige  Situation für die SPD.

    b. Nichts und niemand tut der SPD den Gefallen bei irgendner andern Wahl und stellt sich derartig dämlich an wie Röttgen.

    c. Bundesweit eiert sich die SPD gerade ziemlich einen zusammen mit ihren 3 möglichen Kanzlerkandidaten, und insgeheim wissen die sehr genau, wenn sie denn einen hätten, der die positiven Eigenschaften der 3 vereinen würde, wärs toll. Haben sie aber nicht. Und die drei schließen sich in ihren Fähigkeiten partiell gegenseitig aus. Egal wers wird, er wird auch Enttäuschung produzieren.

    d. Genau so, wie die FDP nur in 2 Bundesländern die Chance hat (te), in den Landtag zu ziehen (welche werden das wohl sein) geht rot-grün allein nur in NRW und vielleicht 2 3 anderen. Daraus ne Hochrechnung für den Bund zu starten ist schon wieder so eine verdammte Realitätsausblendung der roten und grünen Obermotze, die mich mittlerweilen einfach nur noch nervt. Lang genug drüber schwafeln dann wirds schon werden, so kommt mir das Motto dahinter vor.

    e. Finde ich die Deutungsversuche nach ner Landtagswahl, vorgenommen im Zustand äußerster Euphorie, mittlerweilen als akut dünnschissverursachend. Schlimmer als das Gesabbel im Wahlkampf, und das ist schon schlimm.

    f. Abwarten und Tee trinken. Rom hat recht, in 8 Monaten ist die nächste Wahl Die Realität in diesem Zeitraum entscheidet und nicht die Wahl gestern. Und es wird noch so einiges passieren, mit dem heute keiner rechnet.

    (Hat mir zumindestens der Heiderer gesteckt, super secret information, erhalten zwischen zwei Ufo Landungen, eins davon mit Haider selig an Bord)

  • RE: CDUntergang : Merkel soll Kurs ändern

    carokann, 14.05.2012 18:06, Reply to #316

    BDI-Chef Keitel ermahnt Nerkel an die Stammwähler der CDU zu denken.

    http://www.dradio.de/nachrichten/2012051414/2/?utm_medium=twitter&utm_source =twitterfeed

    Ich weiss aber nicht, was Keitel will, denn hatte Röttgen nicht gerade "ordnungspolitische Massnahmen" vorangestellt?

    Okay, er agierte merkwürdig autistisch im Umgang mit seinen  "bedauerlichen" Wählern, aber he, jeder hat mal klein angefangen.

    Fakt ist: Merkel wird ihren Kurs ändern, aber graduell und dabei so tun als wäre nichts.

    Cy in acht Monaten Buckley!

  • RE: CDUntergang : Merkel soll Kurs ändern

    sorros, 14.05.2012 19:02, Reply to #317

    Ach Caro(seufz);

    ronnieos, rom und Buckley haben doch recht. Das waren alles Sonderfaktoren in NRW. Das worüber ich mich mit ronnieos bezogen auf die FDP gestritten habe, gilt auch für alle anderen Parteien. Diese Landtagswahl hat voraussichtlich überhaupt keine Bedeutung für die BuTaWahl.

    Die nächste Wahl ist in 8 Monten. Bis dahin ist jedes Momentum, für wen und wohin auch immer, aus dieser Wahl weg.

    Es kommt ausschließlich auf die Bewältigung der Mühen der Ebene in den nächsten Monaten an. Bei der Bundesregierung der Butaopposition und dem Bundesrat.

    Ich bin mir keineswegs sicher, daß die FDP gerettet ist.

    Ich sehe noch lange nicht, daß Angie ihre guten perönlichen Werte, nicht für die BuTaWahl nutzen kann. Im Gegenteil, die Europroblematik und ihr ruhiger, kluger Umgang damit, kann ihr noch eine großen Schub geben. Allerdings ist Ihre Angst vor nötigen Schnitten für sie gefährlich. Ob ein so sehr geschwächter Umweltminister, die Energiewende gegen einen WiMi der Profilierung nötiger hat, als je zuvor durchsetzen kann, weiß ich nicht. Ob das die Wähler interessiert, weiß ich allerdings auch nicht.Und vielleicht arbeitet sie auch schon an seinem Rücktritt.

    Wer heut eine Prognose für die Piraten bei der BuTaWahl abgibt, ist für mich ein Spinner.

    Für mich ist auch nicht ausgemacht, ob die Linke noch einmal reüssiert, dümpelt oder sich zerlegt. Man sehe sich nur Lafo's Kastenteufelnummer heute an.

    Die Grünen sind die einzigen, bei denen ich ein gewisses Gefühl für eine Prognose habe. Weil ich alle Akteur incl. der Basis kenne. Aber auch da bin ich mir nicht wirklich sicher!

    Bei der Spiegelanalyse wird daruf hingewiesen, daß in NRW, SPD und CDU nur bei den über 60jährigen noch Volksparteien waren. Was passiert, wenn die jüngeren bei der BuTa Wahl in größerer Zahl zur Wahl gehen, wie diesmal?

    Also kein Grund für Triumphgeheul Caro.

    Und ob mit Röttgen, wirklich die Option für Schwarz/Grün erledigt ist, weiß ich auch nicht, glaube ich nicht und ich hoffe das Gegenteil. Wobei, diese Option erst nach dem mehrheitlichen Abschied von Jürgen, Claudia, Cem und Renate erst wirklich realistisch wird. Aber auch darauf brauchen wir nicht mehr ewig zu warten.

  • RE: CDUntergang : Merkel soll Kurs ändern

    Wanli, 14.05.2012 20:08, Reply to #317
    Ich weiss aber nicht, was Keitel will, denn hatte Röttgen nicht gerade "ordnungspolitische Massnahmen" vorangestellt?

    Einen Teil der Stammwähler - die mit dem Faible für Ordnungspolitik - hofft ja gerade Lindner an die FDP zu binden; in seiner Siegesrede sprach er ja explizit die Friedrich-Merz-Fans als potenzielle liberale Klientel an.

    Das ist auch der Punkt, der mich immer verwundert, wenn vermehrt über eine Ampel spekuliert wird: Die FDP hat - halb zog man sie, halb sank sie hin - mit dem Ruf nach Haushaltssanierung oder nach Stärkung des Gymnasiums gezielt jene bürgerlichen Schichten angesprochen, denen die CDU zu sehr auf Rot-Grün zugegangen war (Schulkompromiss und so). Und bei dem aktuellen Merkelkurs (Mindestlohn, Energiewende etc.) ist genau das auch in Zukunft wohl die Nische, die die FDP besetzen könnte. Nur wird es dann inhaltlich schwierig, in eine Ampel einzusteigen...

  • RE: CDUntergang : Merkel soll Kurs ändern

    carokann, 14.05.2012 20:17, Reply to #319

    Lindner soll bereit gwesen sein die Ampel anzubieten, aber dies ist Merkel und Kraft erspart geblieben.

    Die FDP muss erst ihre liberalen Wurzeln pflegen und die neurolinguistischen Programmierer und Wirtschaftsesoteriker der Westerwelle-Zeit entsorgen.

    Die CDU ist derzeit zum Kanzlerwahlverein verkommen,  ähnlich der SPD 1980.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-setzt-nach-debakel-bei-wahl-in-nrw -auf-kanzlerin-merkel-a-833092.html

    Die CDU ist Angela Merkel. Und Angela Merkel ist die CDU. Sonst nichts.

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