Ist die SPD jetzt völlig verrückt geworden?

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  • RE: IdSPDjvvg?: zur Organisationsreform

    carokann, 26.05.2011 17:59, Reply to #70
    #71

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,764859,00.html

    Tatsächlich haben die Labour [spiegel.de]-Reformer um Tony Blair [spiegel.de] vorexerziert, wie man mit Hilfe direktdemokratischer Schübe die klassischen Aktivisten der mittleren Ebene ausspielen konnte - nur, um danach einen rigiden Top-down-Führungsstil zu praktizieren. Exakt das befürchten in diesen Tagen auch eine Menge Funktionäre im Mittelbau der SPD [spiegel.de].

    Insofern muss man auch bei den deutschen Sozialdemokraten nicht unbedingt damit rechnen, dass die schöne Reformrhetorik des Parteichefs à la longue irgendwelche praktischen Konsequenzen haben wird. Vielleicht geht es auch dieses Mal wieder lediglich um Kommunikation, um Image, um die rechtzeitige Besetzung eines attraktiven Themas.

    Wie auch immer: Basisdemokratie birgt Tücken wie Chancen. Und ein Patentrezept zur Überwindung der berüchtigten Parteienverdrossenheit ist sie sicher nicht. Ur- und Vorwahlen etwa, erneut Kernstück und Zauberformel im aktuellen sozialdemokratischen Reformvorschlag, sind gewiss nicht gerade der letzte Schrei innerparteilicher Reformkreationen. Aber sie mögen zu wirksamen Erfahrungen führen, wenn die Kandidaten der Sozialdemokratie künftig einen großen demokratischen Nominierungsprozess durchstehen müssen. Bei diesen Plebisziten müssen die Kandidaten früh Profil zeigen - und nicht erst, wie im Falle von Steinmeier [spiegel.de] 2009, als plötzliche Spitzenkandidaten im Bundestagswahlkampf selbst.

  • Jetzt ist die SPD verrückt geworden - Sie sagt die Wahrheit!

    retlow, 28.05.2011 02:48, Reply to #71
    #72

    Die SPD [spiegel.de] hat erstmals seit mehr als hundert Jahren weniger als eine halbe Million Parteiangehörige. "Seit 1906 sind wir das erste Mal weniger als 500.000 Mitglieder", sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel [spiegel.de] am Freitagabend in Hamburg. Grund dafür sei der demografische Wandel.

    "Damit keiner denkt, das hätte was mit der " Agenda 2010 [spiegel.de]" zu tun. (...) Der Mitgliederverlust hat begonnen im Jahr 1976", sagte der SPD-Chef. Gabriel betonte, in seiner Partei liege das Durchschnittsalter mittlerweile bei knapp unter 60 Jahren. Das führe dazu, dass die Sozialdemokratie nicht mehr so nah an den Menschen sei.

    Yell "Wir wissen nicht mehr so viel wie früher." Yell

    40 Prozent der Ortsvereine haben laut Gabriel zudem weniger als 20 Aktive. Mehr als die Hälfte der Ortsvereine habe weniger als drei Mitgliederversammlungen im Jahr. Das einzelne SPD-Mitglied sei damit kaum oder gar nicht gefordert, sich aktiv einzuschalten. Dabei wollten sie beteiligt werden, wollten in der Partei mehr zu sagen haben, sagte Gabriel.

    "Deswegen, glaube ich, müssen wir uns verändern", verteidigte er seine teils umstrittenen Vorschläge zur Reform der Partei [spiegel.de]. "Wenn eine Partei von 1,2 Millionen auf unter 500.000 runterkommt, muss etwas geschehen." Die Reformen sehen unter anderem eine Verschlankung der Gremien, die Fusion zu kleiner Ortsvereine und eine Frauenquote vor.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,765408,00.html

  • RE: IdSPDjvvg?: Drittklassigkeit

    carokann, 29.05.2011 13:34, Reply to #71
    #73

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,765503,00.html

    Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hingegen sprach sich für die Reform aus. Deren Erfolg sei "eine lebensnotwendige Frage für die Partei". Er habe als Quereinsteiger den Weg durch die Institutionen geschafft, "aber alle anderen, die mit mir angefangen haben, sind gescheitert". Die Gremien hätten es bislang als ihr Privileg betrachtet, "zum Teil auch drittklassige Leute nach Proporz aufzustellen". Die SPD müsse da dringend aufholen, die Grünen seien da weit voraus. "Wenn man es jetzt nicht macht, ist es zu spät. Ich würde Gabriel empfehlen, das jetzt durchzuziehen. Davon hängt auch seine Glaubwürdigkeit ab."

  • RE: IdSPDjvvg?: Drittklassigkeit

    retlow, 29.05.2011 19:03, Reply to #73
    #74

    Drittklassigkeit und regionaler Proporz bei der Kandidatenaufstellung (nicht unbedingt Proporz entsprechend der Zugehörigkeit zu innerparteilichen Grüppchen) sind zulässig, denn nicht alle können erstklassig wie Lauterbach sein oder aus Hochburgen der jeweiligen Partei kommen.

    Die SPD schiebt aus Not ein wichtiges Thema an, das genauso eine Herausforderung für CDU/CSU, Grüne und FDP ist: Wie vertragen sich politische Bestenauslese und demokratische Spielregeln.  Vor allem auch, wie gelingen Nachwuchs- und Personalrekrutierung in der Breite?  Lauterbach finde ich gut, sowohl als Experten, als auch wegen seiner inhaltlichen Poitionen (Gleichheit in Staat und Gesellschaft ist ein individueller Gesundheitsfaktor); ob er sich  allerdings bei öffentlichen Vorwahlen gegen smarte Widersacher durchsetzen könnte, bliebe abzuwarten. Bisher war die SPD quantitativ groß genug, ihn als Experten in der BT-Fraktion abzusichern. Gleichwohl bin ich für Vorwahlen. Auch FDP und Grüne müssen dann mehr Transparenz wagen

  • RE: IdSPDjvvg?: Cave Steinbrück

    carokann, 07.07.2011 17:57, Reply to #74
    #75

    Das ist meine letzte Warnung an die SPD diesen Steinbrück sich aufschwatzen zu lassen als KaKa!

    Er ist ein furchtbarer Wahlkämpfer und ein auslaufendes Modell. Bevor man diesen Mann wählt will man doch erst seinen Blutdruck wissen und ob er seine Referenten in cholerischen Anfällen mit Aktendeckeln bewirft.

    SPD, ihr habt die Sommerpause nochmal nachzudenken!

    Wenn unsere konservativen Freunde im Forum einen KaKa gut finden sind Zweifel berechtigt.

    Sie würden ihn NIE wählen - aber er reduziert wohltuend die Trennschärfe bei der Wahl, etwas was Merkel nur nützt.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,772991,00.html

    Immer auf 180!

  • RE: IdSPDjvvg?: Cave Steinbrück

    Wanli, 07.07.2011 18:04, Reply to #75
    #76
    [E]r reduziert wohltuend die Trennschärfe bei der Wahl, etwas was Merkel nur nützt.

    Gähn. SPD-Politiker mit reduzierter Trennschärfe gegenüber der Union:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Schr%C3%B6der

    Trennscharfer Typ:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Lafontaine

    Zwei von denen sind Kanzler geworden. Woran das gelegen haben mag?

  • RE: IdSPDjvvg?: Peer - the dark side

    carokann, 08.07.2011 23:48, Reply to #76
    #77

    http://www.titanic-magazin.de/rss.4360?utm_source=twitterfeed&utm_medium=fac ebook

    Er ist der neue Hoffnungsträger des frustrierten Volkes: 48% aller Deutschen würden ihren Erstgeborenen opfern, wenn Peer Steinbrück morgen Kanzler würde. Doch werden dabei die finsteren Geheimnisse des SPD-Mannes übersehen...

    Auch TITANIC will zu Peer und der allgemeinen Begeisterung  (na jaaaa!) nix mehr einfallen.

    Wenn ihr IHN zum Kanzker wählen wollt, ok macht doch, aber ich war es nicht.Laughing

    100% Peer

    PS: Ich werde nicht nach Baden-Württemberg auswandern!

  • Auswandern ?

    ronnieos, 09.07.2011 04:36, Reply to #77
    #78
     Ich werde nicht nach Baden-Württemberg auswandern!
    • >> Na dann empfehle ich das Kampieren, Madrid - Puerta del Sol
    • Von da kannste die Weltrevolution steuern ...
    • Es ist angenehm warm  - kaum Schnee

    Nebenbei, Keiner der Steinbrück unterstützt ist meschugge. Da sollten sich eher jene prüfen die (ernsthaft!) der SPD einen Grünen als KaKa vorschlägen- einer 19% Partei !

  • RE: IdSPDjvvg?: Peer - das Imperium schlägt sanft zurück

    carokann, 09.07.2011 12:03, Reply to #77
    #79

    Worte des Grossen Vorsitzenden Gabriel:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,773345,00.html

    "Peer Steinbrück ist super-populär gerade"...

    Man suche scheinbar einen Ersatz für den über die Plagiatsaffäre [spiegel.de] gestolperten früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). "Da muss jetzt jemand neues her."

    ...

    Noch vor anderthalb Jahren hätte es bei den Sozialdemokraten in einer solchen Lage hektische Diskussionen gegeben, ob dies der richtige Kandidat sei, sagte Gabriel. "In der SPD ist die Lage jetzt ziemlich ruhig"

    ...

    Er betonte, dass es letztlich entscheidend sei, dass ein Kandidat die volle Unterstützung der Partei habe. Wahlen seien nur zu gewinnen, wenn Kandidat und Partei in die gleiche Richtung marschierten. Ein "netter Hype" allein nütze nichts.

    Natürlich kritisiert Gabriel das ungeduldige Vorpreschen des alten Rabauken nicht offen, aber wer zwischen den Zeilen zu lesen versteht, der erkennt, dass Gabriel die Kandidatur Steinbrücks für einen strategischen Fehler hält. Steinbrück und Steinmeier sind die Mühlsteine, nicht die Rolling Stones der SPD.

    Deutlich der Wink, dass Steinbrück weite Teile der SPD nicht hinter sich hat.

    Diese Aussicht gefällt natürlich den Anhängern einer weiteren CDU-Regierung, deshalb sind sie für Steinbrück genauso wie sie für Clement, Sarrazin etc waren. Nützliche Spaltpilze -  nichts sonst.

    Steinbrück sollte erkennen, dass seine Zeit vorbei ist. Alles was er erreichen kann sind vier weitere CDU-Jahre oder, um das zu mildern - ALLES auf GRÜN.

    Eine Kandidatur Steinbrücks würde den Grünen die Wähler in Scharen zutreiben, die zwar von Merkel die Nase voll haben, aber nicht von einem Besserwisser wie Steinbrück regiert werden wollen - dannn eben Juniorpartner in einer Grün geführten Regierung oder zur Not Schwarz-Grün mit Merkels Kopf als Preis.

    Steinbrück darf nicht Kanzlerkandidat werden!

  • RE: IdSPDjvvg?:BILD will Peer, aber sie wollte auch Gutti

    carokann, 09.07.2011 12:50, Reply to #79
    #80

    http://www.bild.de/politik/inland/peer-steinbrueck/was-will-er-18763168.bild.htm l

    BILD erfuhr: Unter den Steinbrück-Unterstützern soll auch SPD [bild.de]-Parteichef Sigmar Gabriel sein. Wie lange das anhält, ist aber offen. Auch Gabriel wird Kanzler-Ehrgeiz nachgesagt – und als Parteichef hat er den ersten Zug.

    EIN DURCHMARSCH WIRD ES NICHT! STEINBRÜCKS DREI PROBLEME:

    •  Natürlicher Koalitionspartner der SPD sind 2013 die Grünen – aber Steinbrück gilt als „Grünen-Fresser“, hat sich als NRW-Ministerpräsident (2002–05) an der Öko-Partei wund gerieben – und dann die einzige große Wahl, der er sich je gestellt hat, böse verloren.

    • Noch hält die SPD-Linke still, die Steinbrück [bild.de] von Herzen verachtet und öffentlich als „Heulsusen“ verspottete. Rückte eine Kandidatur des letzten offenen Anhängers der Reform-„Agenda 2010“ in greifbare Nähe, wäre dieser Burgfriede schnell beendet .

    • Wenn er Ende 2013 Kanzler würde, wäre Steinbrück knapp 67 Jahre alt. Heißt: Er würde nur eine Amtszeit machen; die Nachfolge-Debatte liefe von Anfang an.

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