John Edwards
http://onpoint.wbur.org/2012/05/03/john-edwards-2
Dem Bewerber aus 2008 drohen bis zu 30 Jahren Gefängnis für die Zweckentfremdung von Wahlkampfmitteln für private Zwecke
Mir fallen kaum Politiker in einer Demokratie ein, die so dramatisch auf- und abgestiegen sind. 2004 der jungenhafte Shootingstar, Vize an der Seite Kerrys, theoretisch durchaus aussichtsreicher Kandidat bei den Vorwahlen 2008 - mit dem Pech, gegen zwei noch eindrucksvollere Schwergewichte ranzumüssen. Aber schon damals stand der Erfolg auf tönernen Füßen, Edwards betrog seine schwer krebskranke Frau, eine wichtige Stütze seines Erfolges, und wurde später von Beratern als realitätsblind und in Ansätzen größenwahnsinnig geschildert. Wahnsinn, wie sich da ein großes Talent dramatisch zerlegt hat.
dopppelt-gemoppelt, sorry
Wanlis Kandidat des Herzens? Offenbar recht engagierten Wahlkampf als Kandidat der Libertären Partei, man hat gute Chancen, in allen 50 Staaten auf dem Stimmzettel zu stehen, wobei die GOP das mancherorts juristisch zu verhindern sucht - bislang ohne Erfolg. 2 Millionen hat er an Spenden eingetrieben, das verlangt natürlich einen etwas anderen Wahlkampf als den der Krösusse von den großen Parteien. Zumindest seine Botschaft hat er aber wohl längst gefunden:
"As the Libertarian candidate, I am the only one talking about lowering welfare spending and warfare spending in the same sentence."
http://www.guardian.co.uk/world/2012/sep/20/gary-johnson-libertarian-election-20 12
Natürlich bezeichnend, dass dieser längere und lesenswerte Artikel über Johnson im britischen Guardian erscheint und nicht in den amerikanischen Medien - dort hab ich praktisch noch nix über Drittkandidaten gelesen.
Homeschooling durch Eltern ist in den Staaten ja ein recht weit verbreitetes Phänomen; selbige greifen dabei natürlich auch auf entsprechende Materialien zurück. Wonkette hat jetzt eine Serie, in der die linke Seite die Weltgeschichte durch das Prisma eines protestantischen Schulbuches betrachtet. Sehr amüsant, das fängt schon bei den Anfängen an, wo man den Sumerern locker einige Jahrtausende ihrer Geschichte klaut, um Platz für Sündenfall und Sintflut zu schaffen:

Nach der Sintflut führt Gott erstmal die Todesstrafe ein, bringt die Menschheit damit auf den richtigen Weg und muss sie folglich nicht ein weiteres Mal ersäufen. In China zeigen die Schriftzeichen, dass die Ur-Chinesen eigentlich so eine Art Christen waren, dummerweise haben sie sich dann Buddha oder Mao in die Arme geworfen.
Wirklich sehr amüsant, denn auch der Rest des Buches präsentiert Geschichte strikt durch die protestantische Brille (Katholiken sind hier böse / fehlgeleitet).
“[The Ku Klux] Klan in some areas of the country tried to be a means of reform, fighting the decline in morality and using the symbol of the cross. Klan targets were bootleggers, wife-beaters, and immoral movies. In some communities it achieved a certain respectability as it worked with politicians.” — United States History for Christian Schools, 3rd ed., Bob Jones University Press, 2001
http://wonkette.com/481427/things-you-can-learn-in-a-christian-high-school-textb ook-for-real-part-i
Wundert sich noch jemand über Rick Santorums Erfolge bei den Vorwahlen?
In den nächsten Wochen und Monaten finden u.a. folgende Wahlen und Abstimmungen statt – zu allen Terminen werden (voraussichtlich) Märkte aufgesetzt:
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