Die letzte Umfrage hier ist aus dem letzten Jahr, die Zahlen kann man wohl inzwischen ignorieren und bei den derzeitgen heftigen demoskopischen Ausschlägen werden sinnhafte Erhebungen wohl erst nach Florida auf den Markt kommen. Hier eine kleine Einführung in die politische Landschaft Nevadas:
Nevada holds its caucuses on February 4 and Romney will be heavily favored there because of the state’s large Mormon population. The heavy impact of the financial crisis there will play to Romney’s strengths as a candidate as well. Not to mention that the state with legalized gambling and prostitution is not exactly a social conservative stronghold. In fact, Romney’s strongest challenge in Nevada is expected to from Paul, who will try to take advantage of the state’s strong libertarian streak and the low turnout nature of the caucuses to win a significant number of delegates.
Allerdings sollte man wohl hinzufügen, dass Nevada auch der Staat war, in dem die republikanische Basis Sharron Angle, eine radikale Brachialrhetorikerin allererster Kajüte (und weniger brauchbare Wahlkämpferin) vor zwei Jahren zur Senatskandidatin wählte. Eine gewisse Empfänglichkeit für Gingrich könnte hier schon vorhanden sein.
538 schaut sich die Vorwahlen im Februar an, zu Nevada schreibt man:
Feb. 4, Nevada caucuses. Mr. Romney won these by an overwhelming margin in 2008, but there was little campaigning for them because the South Carolina primary was on the same day. He should have an edge again this year because of the large number of Mormon voters in the state: 26 percent of Nevada Republican caucusgoers were Mormon in 2008, and nearly all of them voted for Mr. Romney. The financial and organizational reach of his campaign should help him in Nevada, as in other caucus states.
Still, the most recent public poll of the state, conducted by the University of Nevada Las Vegas in late December, found Mr. Romney with a relatively small advantage there, holding a 33-29 lead over Newt Gingrich. A recent internal poll for Mr. Gingrich’s campaign also showed a close race.
The Nevada polls were extremely inaccurate in 2008, projecting a much smaller margin of victory for Mr. Romney, and the same thing could happen this year.
But the 2012 and 2008 campaigns are substantially different. Although caucuses tend to benefit well-organized campaigns like Mr. Romney’s, they also tend to favor more conservative candidates whose supporters are more enthusiastic. Whereas Mr. Romney was running more toward the right of the Republican field in 2008, he is perceived this year as being relatively moderate. In Nevada, Mr. Romney’s advantage with Mormon voters should be enough to overcome that, but that may not be the case in other caucus states.
http://fivethirtyeight.blogs.nytimes.com/2012/01/29/advantage-romney-in-february -but-risks-abound/
In South Carolina und Florida hat sie zur Wahl Gingrichs aufgerufen, um die Vorwahlen nicht zu früh faktisch zu beenden, jetzt wiederholt sie den Aufruf im Hinblick auf den Caucus in Nevada. Hört man ihr noch zu?
http://andrewsullivan.thedailybeast.com/2012/02/whats-palins-game.html
Las Vegas Review-Journal
Romney 45
Gingrich 25
Santorum 11
Paul 9
http://www.lvrj.com/news/romney-poised-to-roll-poll-shows-138551749.html
Ich glaub nicht so recht an diese Zahlen; halte es für gut denkbar, dass Romney über 50% kriegt. 2008 waren ein Viertel der Caucus-Teilnehmer Mormonen und davon haben über 90% für Romney gestimmt, insgesamt bekam er über 50 Prozent. Auch die Zahlen für Paul scheinen mir viel zu niedrig; vor vier Jahren hatte er hier knapp 14%, schnitt besser ab als in Iowa oder New Hampshire. Und nun, mit nem größeren Bekanntheitsgrad, gegenüber 2008 verdoppelten Ergebnissen in den vier bisherigen Vorwahlen, einer deutlich ausgefeilteren Organisation soll er massiv Stimmen einbüßen? Quatsch mMn, der sollte in Nevada mindestens für das Doppelte gut sein. Aber warten wirs ab, vielleicht gibts ja doch mal eine Wahl in Nevada, wo das Ergebnis nicht drastisch von den Umfragewerten zuvor abweicht...
http://www.politico.com/blogs/burns-haberman/2012/02/sharron-angle-endorses-sant orum-113230.html
Andere Kommentatoren bezweifeln ebenfalls die Umfragezahlen aus Nevada, zu denen sich bald eine Erhebung von PPP gesellen wird mit folgenden Tendenzen:
Romney leads Newt by about 15-20 points. The main suspense may be whether he gets over 50%, he will certainly have a chance. Paul is 3rd and Santorum 4th, both around 15%. The chances of Paul besting Gingrich for 3rd [sic] are pretty minuscule.
Allerdings erinnert der Autor des Artikels an die Umfragen von vor vier Jahren, vor dem Caucus kursierten da folgende Zahlen:
Mitt Romney - 25.7%
John McCain - 20.7%
Mike Huckabee - 12.3%
Rudy Giuliani - 11.7%
Fred Thompson - 10.7%
Ron Paul - 7.3%
Das Ergebnis dagegen:
Mitt Romney - 51.1%
Ron Paul - 13.7%
John McCain - 12.7%
Mike Huckabee - 8.2%
Fred Thompson - 7.9%
Rudy Giuliani - 4.3%
http://www.slate.com/blogs/weigel/2012/02/02/should_you_believe_the_nevada_polls _hint_no_.html
Mit einem Wort: In diesem Staat sind die Umfragen - bislang in dieser Saison relativ zuverlässig - vermutlich für die Tonne. Der Artikel mit diesen Zahlen hat auch anekdotische Idizien für eine exzellente Organisation Pauls selbst in entlegensten Ecken des Staates - was auch deshalb nicht unwahrscheinlich ist, weil es anderswo genauso aussieht. Die Paul-Kandidatur kann auf seinen Anstrengungen 2008 aufbauen und hat in jahrelanger Kleinarbeit danach gestrebt, diese Basis weiter zu optimieren; in Caucus-Staaten sollte der Mann eigentlich immer im zweistelligen Bereich liegen und wird sicherlich noch öfter die Marke von 20 Prozent knacken. Soll sich keiner wundern, wenn er morgen Abend auch in Nevada vor Gingrich liegt...
Nevadas Tea Party war noch vor anderthalb Jahren eine echte Macht; sie drückte eine ihnen genehme Senatskandidatin durch. Momentan scheint die Bewegung aber etwas orientierungslos, die Mitglieder zerrissen zwischen Santorum, Paul und Gingrich.
http://www.politico.com/blogs/burns-haberman/2012/02/a-tea-party-divided-113354. html
PPP
Romney 50
Gingrich 25
Paul 15
Santorum 8
http://gop12.thehill.com/2012/02/romney-up-huge-in-nevada.html
Wie gesagt, mit reichlich Salz zu genießen...
Anders als in Iowa, wo alle Wähler sich zur gleichen Zeit in ihren Wahllokalen einfinden mussten, wird in Nevada zu unterschiedlichen Zeiten abgestimmt: Viele Caucuses finden am Morgen statt, am späten Nachmittag werden dann die meisten Ergebnisse veröffentlicht, nicht aber die aus Clark County (um Las Vegas), wo etwa 50% der republikanischen Wähler leben, denn dort findet später am Abend noch ein spezieller Caucus für Angehörige von Religionsgemeinschaften statt, die am Sabbath erst nach Sonnenuntergang abstimmen dürfen. Morgen früh werden wir wohl ein Gesamtergebnis haben.
http://www.huffingtonpost.com/2012/02/01/nevada-caucus-2012-voter-fraud_n_124801 5.html
Meine Lieblingsgeschichte:
The owner of the Moonlite Bunny Ranch, a legal brothel, and his ''bunnies'' give discounts to Paul supporters (and plan to caucus for him Saturday night).
schau ma mal wie es ausgeht
erste daten: umfragen gingen von 20% mormonenanteil(ppp) aus
erste daten (538.com) sprechen von 25% mormonenanteil - was ein höheres ergebnis für mitt bedeuten könnte
meine ex sagen aber dass paul die grösste "überraschung" bieten sollte
meine ex sagen aber dass paul die grösste "überraschung" bieten sollte
Das will ich mal schwer hoffen! 
Resultate unter Anderem hier:
http://www.politico.com/2012-election/map/#/President/2012/Primary/NV
Die Karte mit der ungefähren Verteilung der Wähler von 538 - man sieht, dass der Großteil des Staates Wüste ist...

In den nächsten Wochen und Monaten finden u.a. folgende Wahlen und Abstimmungen statt – zu allen Terminen werden (voraussichtlich) Märkte aufgesetzt:
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2. Halbjahr 2025
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