«Zum Schutz meiner eigenen und der familiären Interessen sowie der Berücksichtigung der Interessen meiner Unternehmen und deren Mitarbeitenden trete ich per sofort von allen politischen Ämtern zurück und verzichte auf die Kandidatur für den National- und Ständerat», teilte Jürg Gehrig mit.
Die ihm in den jüngsten Medienberichten gestützt auf eine mehrteilige «Weltwoche»-Kampagne unterstellten Verfehlungen weise er in aller Form zurück, heisst es in Gehrigs Communiqué weiter.
Es handle sich um einen Rachefeldzug sondergleichen. Gegen einzelne Informanten und Medien seien rechtliche Schritte eingeleitet worden, teilte Gehrig mit. Die Anzeige gegen ihn sei bezeichnenderweise erst nach Bekanntgabe seiner Kandidatur erfolgt.
Vorverfahren läuft
Ein Vorverfahren sei eingeleitet worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwochabend mit. Es gehe darum, alle entlastenden und belastenden Beweise zu erheben und zu würdigen. Für Gehrig gilt die Unschuldsvermutung.
Grosser Schaden für BDP
Die BDP St. Gallen forderte Gehrig in Absprache mit der BDP Schweiz schriftlich auf, per sofort auf seine Kandidatur zu verzichten. Roland Breitler, Präsident der BDP St. Gallen sagte, er begrüsse Gehrigs schnellen und unbürokratischen Entschluss, auf eine Kandidatur zu verzichten.
Der Schaden, den der Fall «Gehrig» für die BDP bedeute, bezeichnete Roland Breitler als gross. Doch auf der BDP-Liste befänden sich noch Namen von zehn anderen motivierten, valablen Kandidierenden.
In den nächsten Wochen und Monaten finden u.a. folgende Wahlen und Abstimmungen statt – zu allen Terminen werden (voraussichtlich) Märkte aufgesetzt:
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