Alternative für Deutschland (AfD)

Beiträge 621 - 630 von 644
  • RE: Steingarts heutiges Morning Briefing

    drui (MdPB), 21.02.2020 10:51, Antwort auf #620

    Vielleicht ist es an der Zeit, das Gedicht „An die Nachgeborenen“ von Bertolt Brecht noch einmal zu lesen, in dem er die Eiferer, auch die der Linken, zur Mäßigung und zur Freundlichkeit mahnte:

    Auch der Hass gegen die Niedrigkeit
    Verzerrt die Züge.
    Auch der Zorn über das Unrecht
    Macht die Stimme heiser. Ach, wir
    Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit
    Konnten selber nicht freundlich sein.

    Ihr aber, wenn es soweit sein wird
    Dass der Mensch dem Menschen ein Helfer ist
    Gedenkt unsrer
    Mit Nachsicht.“

    Interessant! Der Rechtspopulist Steingart frisst Kreide und grenzt sich vom Rechtsterrorismus und von der AfD ab, das ist lobenswert. Er relativiert und verharmlost die Freundschaftsanfragen von FDP und CDU an den faschistischsten Landesverband der AfD, das ist weniger lobenswert. Er sieht die Schuld für eine angebliche Erosion der demokratischen Bürgerlichkeit in erster Linie bei Linken, Presse und einer allgemeinen Emotionalität, das ist Geschmackssache. Er dagegen ist rational, gebildet und zitiert Berthold Brecht. Einen Kommunisten, den er, würde er heute noch leben, als Staatsfeind ganz weit vorne verorten würde. Das ist unglaubwürdig.

  • RE: Steingarts heutiges Morning Briefing

    Mirascael, 21.02.2020 11:52, Antwort auf #620

    Eins der besseren Morning Briefings.

    Die Reaktionen auf den Anschlag und die skrupellose Instrumentalisierung der Tat eines Irren entlarven eindrucksvoll, dass die anderen Parteien kein Jota besser sind als die AfD und hetzerische, demagogische Hassrethorik mindestens genausogut beherrschen wie durchgeknallte Rechtsradikale. Die hässliche Fratze vieler Etablierter ist kein Stück ander, als die von radikalisierten frustierten Kleinbürgern.

    Aber man höre (bzw. lese) und staune - ein sachlich-differenziertes Interview mit einer Expertin (auf die dieser ausgelutschte Begriff zur Abwechslung sogar mal zutrifft) in der taz, das die Krawall-Empörungs-Hysterie auch gerade der bürgerlichen Medien komplett in den Schatten stellt:

    Forensische Psychiaterin zum Anschlag

  • Lehren aus dem Rechtsterrorismus?

    drui (MdPB), 21.02.2020 18:40, Antwort auf #621

    Ganz weit vorne stände für mich, endlich die Polizei, Geheimdienste und den Verfassungsschutz zu entnazifizieren.

    Ist es normal, dass sich ein langjähriger Verwaltungsmitarbeiter der NRW-Polizei 2018 Reichskriegsflaggen auf den Balkon montiert? Ist es Privatsache, dass er zum Dienst in Kleidung kommt, die in der rechten Szene beliebt ist? Und ist es unverdächtig, seinen Namen in deutscher Kurrentschrift auf den Briefkasten zu schreiben und den Hinweis "Keine Lügenpresse einwerfen" ans Klingelschild zu kleben?

    https://www.sueddeutsche.de/politik/nrw-polizei-terrorismus-rechtsextremismus-gr uppe-s-1.4809938

  • Steingarts heutiges Morning Briefing

    sorros, 21.02.2020 18:58, Antwort auf #623

    Steingart irrt hier!
    Auch wenn Linke ud Rechte die Wiederholung der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts wiederaufführen wollen, kann das nicht gelingen.
    Das zentrale massenpsychologische Phänomen der 20er Jahre des letzten Hunderts, war eine posttraumatische Belastungsstörung, an der nahezu alle Menschen auf dem europäischen Kontinent erkrankt waren.
    Das war die Folge des ersten Weltkriegs!
    Daraus entstanden die marodierenden weißen und roten Milizen in Russland, die Freicorps und die verschieden faschistischen und roten (aller Schattierungen) Frontkämpferbünde, und die entsprechenden Organisationen in den anderen Ländern Europas.
    Die Menschen waren verroht, ein Menscheneben zählte nicht viel, alle Seiten hatten Waffen und zwar in einem ganz anderen Ausmaß als heute.
    Nach dem Notabitur, waren viele direkt in den Krieg gkommen und hatten keine Berufsperspektive, Jeder hatte Verwandte im Krieg verloren und viele waren in allen Ländern Europas auf Rache aus.
    Die Dolchstoßlegende "im Felde unbesiegt" und die brutalen Folgen des Versailer Vertrags waren psychologische Brandbeschleuniger, die Wirtschaftskrisen und die Inflation zerrütteten das Selbstbewußtsein und die Lebensgrundlagen.
    Es kam in fast allen Ländern Europas zu vielerlei Morden an Politikern und es gab überall Generalstreiks, und Straßenschlachten. es wurde massiv auf Demonstrationen geschossen usw, usf.
    Das Alles gibt es heute nicht!
    Die große Mehrheit auch der  AfDler und der Linken, würden Demonstrationen bei den geschossenn werden könnte, auf jeden Fall fernbleiben. Die Mehrheit dieser radikal wählenden Leute sind weit weg von jeder körperlichen Gewalt!
    Es sind nur die Propagandisten, die um der Aufmarksamkeit willen, versuchen wenigstens publizistisch diese Zeiten nachzuspielen.

    Die Journalisten, die von der Aufmerksamkeitsökonomie leben gießen Öl in diese eigentlich lächerlichen Feuer und die Menschen der Mitte, gießen sich gruselnd noch einen Rotwein vorm Fernseher ein.
    Wir sind so weit von Weimarer bzw. europäisch gesehen Zwischenkriegs Verhältnissen entfernt wie die die Erde vom Mond!
    Jeder der wegen ein paar durchgeknallten Irren, die ein paar Leute umbringen (was wirklich schlimm ist, aber eben keine gesellschaftliche Tendenz), das Ende der Republik an die Wand malt und den Endkampf um die Demokratie ausruft, ist genauso ein Brandstifter wie Höcke und seine Spießgesellen.
    Nur Gott sei Dank haben diese Brandstifter zwar Zunder aber sie finden kein brennbares Material in unserer Gesellschaft!

  • RE: Lehren aus dem Rechtsterrorismus?

    Mirascael, 21.02.2020 19:01, Antwort auf #623
    Und ist es unverdächtig, seinen Namen in deutscher Kurrentschrift auf den Briefkasten zu schreiben

    Ich weiss ja nicht, ob Du möglicherweise Kurrentschrift und Fraktur verwechselst, wurde aber beides von den Nazis entsorgt (Normalschrifterlass).

  • RE: Lehren aus dem Rechtsterrorismus?

    drui (MdPB), 21.02.2020 19:21, Antwort auf #625

    Ich weiss ja nicht, ob Du möglicherweise Kurrentschrift und Fraktur verwechselst, aber beides von den Nazis entsorgt (Normalschrifterlass).

    Frag da mal die SZ oder den Rechtsterroristen, ich verwechsle nichts und habe kein Interesse an Kalligrafie.

    Um die (wichtigere) Frage der SZ zu beantworten: Nein, das sollte nicht normal sein, va. nicht in der deutschen Polizei.

  • RE: ...(AfD) - Sprache; CDU

    an-d, 21.02.2020 19:31, Antwort auf #625

    2 interessante Artikel: der eine reflektiert Sprache, der andere untersucht die CDU und ihre Verantwortung für Rechtsradikalismus - beide Artikel haben Bezüge zur AfD.

    Natascha Strobl:

    Sprache - „Die extreme Rechte fantasiert einen Kriegszustand herbei

    Umdeuten, verzerren, entmenschlichen: Sprache ist die wichtigste Waffe im Kampf für einen völkischen Umsturz. Extremismus-Forscherin Natascha Strobl seziert die Strategien der Rechten.

    Die Strategie des Kampfes um Sprache ist nicht neu. Zum ersten Mal für die extreme Rechte hat ihn die Nouvelle Droite, die neue Rechte, in Frankreich, in den 50er und 60er Jahren ausformuliert. Statt sich um Wahlerfolge und Parlamentssitze zu bemühen, verlegte man den Kampf auf die kulturelle Ebene. Ziel war nicht mehr eine erfolgreiche Wahlpartei, sondern die Erringung der kulturellen Hegemonie. Diese Strategie von rechts basiert auf den Ideen des marxistischen Theoretikers Antonio Gramsci. ...

    https://www.fr.de/politik/natascha-strobl-extreme-rechte-fantasiert-einen-kriegs zustand-herbei-13553622.html

    Stephan Anpalagan:

    Rechtsextremismus - Hanau, Thüringen, Halle und die Verantwortung der CDU

    Die CDU hat Rechtsextremen den Boden bereitet, mit ihnen paktiert und zusammengearbeitet – immer und immer wieder.

    Ein Dammbruch.

    Man kann die Geschehnisse um die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen als Geschichte eines Dammbruchs erzählen. Als eine Tragödie, in der aufrechte Demokraten von faschistoiden Bösewichten überrumpelt und übertölpelt wurden. In deren Folge ein Ministerpräsident zurücktreten musste, ein Parteivorsitzender nachhaltig beschädigt und eine Parteivorsitzende politisch gebrochen wurde. Als einen Kampf, Gut gegen Böse, Damm gegen Welle. Der Damm brach, der Faschismus sickert nun langsam in die parlamentarische Demokratie ein.

    Man kann die Geschichte aber auch anders erzählen. Aus der Perspektive einer Partei, die mit rechtsextremen Personen und Personengruppen kooperiert, um ihre eigene Macht zu erweitern und ihre politische Agenda voranzutreiben. Die über Jahre hinweg völkische Ideologien in ihrer Organisation duldet und dabei Neonazis und Holocaustleugner toleriert. ...

    https://krautreporter.de/3247-hanau-thuringen-halle-und-die-verantwortung-der-cd u

  • RE: ...(AfD) - Sprache von Hanau

    an-d, 21.02.2020 22:11, Antwort auf #627
    Dr. P. Nagel zur Sprache des Rechtsterroristen von Hanau und ihre Schnittstellen zur AfD-Rhetorik:
    Ich habe mich nun durch die 24 Seiten gearbeitet. Er hat sich in der Tat seine Welt geschaffen. Es ist aber keine „irre“ Welt. Streckenweise liest sich der Text wie eine Kombination aus „Mein Kampf“ und Höcke-Reden. Die Schnittstellen zur AfD sind offensichtlich.
    Ich stehe vor dem Thema, dass ich den Massenmörder von Hanau nicht zitieren möchte. Deshalb werde ich lediglich den Vergleichstext (in der Regel Björn Höcke) heranziehen und auf Parallelen hinweisen. ...

    https://threadreaderapp.com/thread/1230775447400509440.html

  • RE: ...(AfD) - Sprache von Hanau

    Mirascael, 21.02.2020 23:36, Antwort auf #628
    Dr. P. Nagel zur Sprache des Rechtsterroristen von Hanau und ihre Schnittstellen zur AfD-Rhetorik:
    Ich habe mich nun durch die 24 Seiten gearbeitet. Er hat sich in der Tat seine Welt geschaffen. Es ist aber keine „irre“ Welt. Streckenweise liest sich der Text wie eine Kombination aus „Mein Kampf“ und Höcke-Reden. Die Schnittstellen zur AfD sind offensichtlich.
    Ich stehe vor dem Thema, dass ich den Massenmörder von Hanau nicht zitieren möchte. Deshalb werde ich lediglich den Vergleichstext (in der Regel Björn Höcke) heranziehen und auf Parallelen hinweisen. ...

    https://threadreaderapp.com/thread/1230775447400509440.html

    Wird da auch erläutert, warum die gleichen Maßstäbe nicht für islamistische Terroristen gelten, da deren Anschläge ja bekanntermaßen nichts mit der 'Religion des Friedens' zu tun haben sollen?

    Nur mal so gefragt..

  • die AfD affinen Fischköppe ...

    Bergischer, 22.02.2020 02:30, Antwort auf #629

    ... aus dem Forum "überbieten" sich mal wieder an Peinlichkeit:

    der eine zählt - mit aus "Angst" vor Klein Greta vollgeschi**ener Buxe - die Teilnehmer der FFF Demo in Hamburg - um dann erleichtert "festzustellen": keine 70000, sondern "nur" etwas über 20000 !!!

    der andere "stammelt" in "Erklärungsnot" angesichts des Terroranschlags in Hanau reflexartig den Kleinkindersandkasten-Fingerzeig: "aber, aber die anderen - die bösen Islamisten - sind ja noch viel, viel schlimmer ...

    sind schon echt "konstruktive" Diskussionsbeiträge ... nur mal so gesagt ...

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