Was kostet die Griechenland-Pleite die anderen 16?

Beiträge 1 - 10 von 85
  • Was kostet die Griechenland-Pleite die anderen 16?

    Mühle zu, 24.05.2012 17:13
    #1

    Extrem interessante und aufschlussreiche Aufstellung:

    http://derstandard.at/1336697826291/CEPS-Studie-Athen-schuldet-Euro-Staaten-300- Milliarden

    Für den deutschen finanzminister stehen rund 88 milliarden auf dem spiel, insgesamt droht deutschland ein verlust von rund 99 milliarden...

    Österreich ziemlich genau ein zehntel davon...

  • Die Griechen und die Russen ...

    britta (洋鬼子), 24.05.2012 19:14, Antwort auf #1
    #2

    auch wennst jetzt über c/p keppelst - aber das ist so kurz, daß es nicht lohnt, das umzuformulieren :

    Dem Vizechef der russischen Notenbank, Sergey Shetsov, zufolge plant Griechenland den Euro-Ausstieg.

    Am Rande einer Konferenz in Mailand habe Shetsov am Donnerstag gesagt, das Ende im Währungsraum sei für Griechenland eine „Notwendigkeit“, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Einen alternativen Plan habe der Krisenstaat nicht. „Ein griechischer Austritt aus dem Euro wäre ein gutes Beispiel für andere“, so der russische Notenbanker weiter. Ohne seine Gedanken weiter ausführen zu wollen, habe Shetsov zudem von griechischen Plänen für eine „Parallelwährung“ gesprochen.

    Ich hab an sich ganz gute Beziehungen zu Rußland und auch zu Griechenland . Von den beiden - in dieser Kombination - wirst du noch öfter zu hören bekommen in den nächsten sagen wir mal 10 Jahren, warts ab ;-)

  • RE: Die Griechen und die Russen ...

    Mühle zu, 24.05.2012 19:33, Antwort auf #2
    #3

    Na ja - die russen würden sich sicher freuen, wenn die eurozone auseinanderbricht.

    Gerade sie als zeugen anzurufen ist nicht unproblematisch.

    Ich persönlich glaube nicht, dass die griechen von sich aus den austritt vorbereiten. So wie es derzeit aussieht, werden sich eher die anderen 16 von den griechen trennen. Gewinnt syriza, geschieht das sehr schnell.

    Ansonsten wird man wohl noch einige monate weiterwursteln...

  • RE: Die Griechen und die Russen ...

    britta (洋鬼子), 24.05.2012 19:51, Antwort auf #3
    #4

    nana die Russen freuen sich gar nicht über den Austritt Griechenlands - nicht unter den gegebenen Bedingungen!

    Eigentlichhatte Rußland es immer viel mehr darauf abgesehen gehabt, eine Art EU-Partner zu werden, als unter den gegebenen Umständen den Zusammenbruch mitausbaden zu müssen.

    Da gibts einen kurzen aktuellen Beitrag auf Ria-Novosti dazu, was es Rußland kosten würde bzw wird, denn der Austritt Griechenlands ist wohl beschlossene Sache und wenn nicht unmittelbar nach der Wahl, dann doch wohl im Laufe des restlichen Jahres !

    *********************

    Experte: Austritt Athens aus Eurozone wird Russlands BIP zum Sturz bringen
    Thema: Wirtschaftskrise in Griechenland

    18:57 23/05/2012
    MOSKAU, 23. Mai (RIA Novosti).

    Der Austritt Griechenlands aus der Eurozone wird einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Russlands um etwa zwei Prozent nach sich ziehen.

    Das erklärte Andrej Sinjakow, Experte des Zentrums für makroökonomische Studien bei der Sberbank, am Mittwoch in Moskau. "Weitere Folgen (des Austritts) wären auch ein Abfluss von Kapital in Höhe von bis zu 100 Milliarden US-Dollar und eine Abwertung des Rubel."

    In diesem Fall werde sich der Warenkorb auf rund 39 Rubel verteuern und der Wechselkurs der russischen Währung zur US-Devise (von derzeit 31,3 Rubel) auf 35 Rubel je Dollar sinken. Dabei sind Experten des Zentrums der Ansicht, dass der Austritt einiger Länder aus der Eurozone so gut wie unvermeidlich ist.

    Griechenland und Portugal wiesen weiterhin ein zu hohes Etatdefizit und zu hohe Staatsschulden auf. Die Verbindlichkeiten Spaniens gegenüber dem Ausland stiegen weiter. Zudem sei eine Senkung der Aktivitäten in den Wirtschaften fast aller EU-Länder zu verzeichnen, sagte Sinjakow.

    ************************

    wieweit das stimmt - keine Ahnung, ich bin kein Wirtschafter, aber ich denke, daß es sich jetzt nicht nur auf Griechenland alleine beziehen wird, denn wie der andere russische Kommentat andeutet, könnte Griechenland "ein Vorbild für andere" werden - ich denke, man rechnet in Rußland mit einem totalen Auseinanderbrechen der Euro-Zone und wird - was Österreich sehr hart treffen wird - wohl darangehen, seine Euro-Einlagen umzuschichten beginnen.

    Nur so am Rande - wenn Rußland sein in Wien geparktes Geld für Welthandelsgeschäfte aus den diversen österreichischen  Banken abzieht bzw wo andershin in anderen Währungen umschichtet, haben wir hier einen Bankencrash, der alleine ausreicht, die gesamte EU zu stürzen .. in Euro werden sies aber auch nicht liegen lassen (können) - bin ja mal gespannt, wie unsere rotschwarzen Kuhfladenpolitasse mit solchen Situationen umgehen wollen ...

  • RE: Die Griechen und die Russen ...

    Mühle zu, 24.05.2012 20:05, Antwort auf #4
    #5

    in Euro werden sies aber auch nicht liegen lassen (können) - bin ja mal gespannt, wie unsere rotschwarzen Kuhfladenpolitasse mit solchen Situationen umgehen wollen ...

    Also für die schwarzen mag das bild von den kuhfladenpolitassen ja recht gelungen sein. Hast du aber für die roten nicht ein besseres, treffenderes bild?

  • Die Griechen und die Russen ...

    ronnieos, 24.05.2012 20:23, Antwort auf #2
    #6

    ... spielen in Gruppe A ...

    das ist jedenfalls verbürgt !

  • RE: Die Griechen und die Russen ...

    Mühle zu, 24.05.2012 20:27, Antwort auf #6
    #7

    ... spielen in Gruppe A ...

    das ist jedenfalls verbürgt !

    Diese gruppe habe ich jetzt schon völlig verbockt. Es ist mir beim schleifenschreiben ein fehler passiert und nun halte ich jetzt bereits bei einem minus von 40,63 prozent. Nicht wiedergutzumachen.

    Die tschechen und - die griechen - habe ich viel zu billig verkauft.

  • RE: Die Griechen und die Russen ...

    britta (洋鬼子), 24.05.2012 20:34, Antwort auf #6
    #8

    ... spielen in Gruppe A ...

    das ist jedenfalls verbürgt !

    jaja, aber wenn ich das gemeint hättert, hättert ichs aber unter "Fußball" geschrieben und nicht unter "Politik" - denke ich zumindest...

    Schon mal was von der Shanghai-Cooperation Organization gehört oder gelesen ?

    Griechenland wollte schon letztes Jahr, als es von Deutschland genötigt wurde, die Schrott-U-Boote etc zu kaufen, lieber russische Waffen und außer dem Verband Nordischer Staaten hat auch Rußland ein ernsthaftes Angebot zur Förderung des (eh nicht vorhandenen) Ägäis-Erdöls und -Gases gelegt ... eine Aufnahme Griechenlands in die SCO wird nach einem allfälligen Ausscheiden aus der EU gar nicht mehr soooo leiste geflüstert - man überlege nur mal die strategisch hervorragende Position für die russische Flotte, gleich neben dem finanzmaroden NATO-Stützpunkt vorm Bosporus und das nach der Bedrohung durch die neuen amerikanischen (angeblichen) Superwaffen (eine Art Schallkanone soll das sein ...)

    Ihr solltet euch mal abseits der Reuters-, APA- und Foxmeldungen umschauen und umlesen .. da blüht so manch verborgenes Blümchen an Entwicklungen, die für die igoranten Blinden bald zu einer undurchdringlichen Hecke werden können !

  • RE: Die Griechen und die Russen ...

    Mühle zu, 24.05.2012 21:27, Antwort auf #8
    #9

    Na da hast du ja mit der folgenden quelle deine helle freude: Bei den waffenimporten schlagen die griechen die russen jedenfalls um längen, mit 81:10 (die plätze im ranking habe ich einfach umgedreht):

    Griechische Waffenimporte (constant 1990 US$):

    2000 710,000,000
    2001 763,000,000
    2002 495,000,000
    2003 2,252,000,000
    2004 1,543,000,000
    2005 389,000,000
    2006 603,000,000
    2007 1,808,000,000
    2008 559,000,000
    2009 1,266,000,000
    2010 703,000,000

    Sogar 2010 war griechenland noch der zehntgrößte waffenimporteur der welt. In einigen der jahre davor sogar der fünftgroßte. Und das bei ~11 millionen einwohnern.

    http://www.indexmundi.com/facts/ind... IL.MPRT.KD [indexmundi.com]

  • RE: Die Griechen und die Russen ...

    britta (洋鬼子), 24.05.2012 21:39, Antwort auf #9
    #10

    ja - aber vergiß nicht - Griechenland ist eine Nato-Staat und ist nebenbei im Krieg mit der Türkei!°

    Dazu liegt eine riesige amerikanische Flotte vor Athen - ich habe einen Teil meiner Militärausbildung in den späten 70ern - den theoretischen - dort abgebogen, ich kenne die Anlagen. Obendrein haben das die Amis so an sich, daß sie andere, die nicht auskönnen, gerne für sie bezahlen lassen - aber selber einteilen und benutzen, wie es ihnen grade paßt. Gerade wieder mal schreien sie ja lautstark nach stärkere Finanzierung ihrer Kriegsspielereien durch die Europäer - weil wir ja alle schon alleine dadurch glücklich werden und soooo profitieren, wenn nur die Amis glücklich sind ..

    Und dann war bis 1989 der Bosporus ja das Tor zum Bösen - ist er heute ja auch noch, nur halt Richtung Türkei und nicht mehr Richtung UdSSR ..

    Griechenland war und ist ein unbezahlbarer strategischer Stützpunkt, da werden noch gründlich die Fetzen fliegen, wer dort den Griechen beim Wiederaufbau helfen und sich damit dauerhaft dort festsetzen darf ...

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