Speednews: Deutsche Bank will Geuro ...

Beiträge 1 - 10 von 27
  • Speednews: Deutsche Bank will Geuro ...

    britta (洋鬼子), 22.05.2012 13:49
    #1

    als ob der Teuro nicht schon genug gewesen wäre !

    ********************

    "Die Deutsche Bank hält die Einführung einer Parallelwährung zum Euro in Griechenland für denkbar. Im Falle eines Wahlsiegs der Gegner des Sparpakets bei den griechischen Parlamentswahlen am 17. Juni könnte die griechische Regierung so auch ohne die weitere Unterstützung der internationalen Geber ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie der Volkswirte der Deutschen Bank. Griechenland könnte so die eigene Währung abwerten, ohne formell den Euro zu verlassen. Die Experten haben sich auch gleich einen Namen für die neue Währung ausgedacht: „Geuro“. "

    Um 09.15 Uhr am 22. Mai 2012 schreibt das "Hamburger Abendblatt" (und das um 09.15 Uhr) ff:

    http://www.abendblatt.de/politik/article2283705/Deutsche-Bank-schlaegt-Parallelw aehrung-Geuro-fuer-Griechenland-vor.html

  • ... und wieder mal das märchen vom Teuro ... schlicht falsch !

    ronnieos, 22.05.2012 15:24, Antwort auf #1
    #2

    als ob der Teuro nicht schon genug gewesen wäre !

    den Teuro gab"s nicht - nur gefühlt von kleingeistern und ewig ignoranten

    ich empfehle dazu die analyse von focus/focus money Jan 2012. [die hunderte von veschiedenen dienstleitungen und produkte im 2001/2011 vergleich gelistet]  viele produkte sind billiger. die preissteigerung war über 10 Jahre Euro geringer als die davorliegenden 10 Jahre DM ...

    [focus war das blatt, das als erste den Namen Teuro einsetzte]

    ... a bisserl nachschlagen - statt billigster polemik !

  • RE: ... und wieder mal das märchen vom Teuro ... schlicht falsch !

    gruener (Luddit), 22.05.2012 16:17, Antwort auf #2
    #3

    als ob der Teuro nicht schon genug gewesen wäre !

    den Teuro gab"s nicht - nur gefühlt von kleingeistern und ewig ignoranten

    ich wünschte, dem könnte ich vorbehaltlos zustimmen.

    ende der neunziger hatte ich um ein kilo bananen, die 3,99 gekostet hätten, um ein brot für 5,99, um paprika für 7,99, um salami für 39,99 oder um ein stück lammfleisch für 49,99 einen weiten bogen gemacht. heute sind dies durchschnittliche preise oder gar sonderangebote.

    nein, es muss gesagt werden: grade die gegenstände des täglichen bedarfs sind in den letzten zehn jahren um zum teil mehr als 100 % im preis gestiegen. da tröstet es wenig, dass mein neuer laptop nur noch ein drittel des alten gekostet hat.

  • Parallelwährung?

    sorros, 22.05.2012 16:19, Antwort auf #2
    #4

    Der Geuro als Parallelwährung. Das Konstrukt wird ja nicht in der Tiefe beschrieben, aber de Facto ist es eine eigene Währung, die gleichzeitig genutzt wird und von der griechischen Regierung in Umlauf gebracht wird. Da die meißten Zahlungsflüsse in Griechenland dann zügig in dieser Währung laufen werden, öffentliche Gehälter, öffentlicher Kauf von Produkten und Leistungen, Sozialausgaben aller Art, wird es m.E. keine Inflation sondern eine schlagartige Abwertung geben. Die führt, daß in den ersten Wochen ein Riesenchaos ausbricht, bis die Zahlungshöhen einigermaßen ausgeglichen sind. Dann wird die Inflation ausbrechen. Gleichzeitig hast Du den Euro als zweites Zahlungsmittel im Land. Jeder wird daran interessiert sein, den für seine Leistungen zu bekommen. Das wird dazu führen, das alles in Euro billiger ist, als in Geuro.  so ähnlich wie in der großen Inflation in Dollar, nur bei viel höherer Verfügbarkeit des Euro. Das ist das größte Enteignungsprogramm, daß ich mir vorstellen kann. Und wie dadurch die internationale Zahlungsfähigkeit wiederhergestellt werden soll, kann ich auch nicht erkennen.  Das haben selbst die Griechen nicht verdient.

  • RE: ... und wieder mal das märchen vom Teuro ... schlicht falsch !

    sorros, 22.05.2012 16:26, Antwort auf #3
    #5

    nein, es muss gesagt werden: grade die gegenstände des täglichen bedarfs sind in den letzten zehn jahren um zum teil mehr als 100 % im preis gestiegen. da tröstet es wenig, dass mein neuer laptop nur noch ein drittel des alten gekostet hat.

    So isses, und erst gar die Preiserhöhungen bei der Währungsumstellung, Gastronomie. Hotellerie usw.

  • RE: ... und wieder mal das märchen vom Teuro .. der Big-Mac-Teuro-Index !

    britta (洋鬼子), 22.05.2012 16:31, Antwort auf #2
    #6

    http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/uebersicht/wie-fast-food-loehne-weltweit-ve rgleichbar-macht_1.16841493.html

    seit dem Jahr 2000 bis heute gibts auch den Arbeitsstunden-Lohn auf Bigmac-Index Basis ..

    Wennst dir die Mühe machst und dir die Zahlen von Deutschland oder Österreich 1986 raussuchst - wie lange mußte damals ein McDonalds-Arbeiter rackern, um sich einen Burger kaufen zu können .. und es mit der Zeit

    a) dem jeweiligen EU-Beitritt und

    b) dem Beitritt zum Euro

    vergleichst, wirst sehen, um wieviel Prozent die Kaufkraft unserer Länder seither gesunken ist.

    Interessanterweise werden unsere Länder in den internationalen Statistiken ja nur mehr als "Euro-Bereich" angeführt und verglichen - klar, daß da klassische Hungerleiderstaaten, die den Euro mitbenutzen,  den Abfall des  "allgemeinen Lebensstandards" schmälern - die hatten ja vorher keinen Lebensstandard und jetzt naschen sie halt an unserem mit.

    Wennst mit einem Fuß im kochenden Wasser stehst und mit dem anderen in einem Kübel Eiswürfel, ist der Durchschnitt dann auch schön körperwarm, gelle ??

    Wie gesagt, fertig gibts die Statistiken meines Wissens nach noch nicht bis 1986, aber rechne es dir halt aus - Einkommen und Stundenlöhne sind in Ländern mit Kollektivvertrag ja sowieso gut abrufbar.  Laut "Euro-Zonen"-Vergleich mit USA und anderen Nationen hat in der EU der durchschnittliche Mackyhackler alleine seit 2010 einen Realverlust von 7 % Einkommen hinnehmen müssen, und das, obwohl wir in diesen Bereichen starke Regulierungen des Mindesteinkommens haben !

    Das Einzige, das wir seit dem EU-und Euro-Beitritt stark steigend haben, sind Staatschulden, Kriminalität und unerwünschte Ausländer - und das alles nicht zu knapp !

  • RE: ... und wieder mal das märchen vom Teuro ... schlicht falsch !

    Mühle zu, 22.05.2012 16:33, Antwort auf #3
    #7

    Die offiziellen inflationsraten kann man vergessen.

    Das ist jedem klar, der seine einkäufe selbst erledigt. Die teuerungsrate ist in wirklichkeit ca. doppelt so hoch wie der offiziell ausgewiesene index, die erlebte "echte" teuerung dürfte derzeit in deutschland oder österreich zwischen fünf und sechs prozent liegen.

    Es gibt zudem kreative optimierungen bei der berechnung der offiziellen teuerungsraten. Etwa die seit zehn jahren übliche berechnung, bei der von den tatsächlichen preisen abschläge für qualitätsverbesserungen abgezogen werden. Oder der ansatz, produkte mit größerer teuerung im warenkorb einfach gegen preisstabilere auszutauschen.

    Ich glaube übrigens auch nicht an eine bevorstehende hyperinflation.

    Aber die ist auch gar nicht  nötig, um sparer und anleihenzeichner die zeche zahlen zu lassen und den staat nachhaltig zu entschulden:

    Eine inflation von sechs prozent - klingt harmlos - reduziert den wert eines tausenders in fünf Jahren auf 747 und in zehn jahren auf 558 euro. Die staatsschulden - erfreulicherweise - natürlich auch.

  • RE: ... und wieder mal das märchen vom Teuro ...

    britta (洋鬼子), 22.05.2012 16:44, Antwort auf #3
    #8
    da tröstet es wenig, dass mein neuer laptop nur noch ein drittel des alten gekostet hat.

    Dein neuer Laptop wird aber, im Vergleich zu den Modellen von vor 10 Jahren, eine erheblich kürzere Lebensdauer aufweisen - genauer gesagt, etwa ein Monat nach Ende der Gewährleistungsfrist wird mal ein - teures, aber noch reparaturwürdiges - Teil eingehen und kurz darauf etwas, dessen Austausch mehr kostet, als ein Neugerät kosten würde!

    Klar überholen  sich die Geräte auch technisch, aber immerhin konnte man früher einen Prozessor, ein Display, was auch immer, noch recht preiswert austauschen und weiterarbeiten, denn in den meisten Fällen sind die Geräte auch im höheren Alter für den Hausgebrauch noch ganz passabel - die Abschreibefrist eines Computers in der Buchhaltung beträgt in Österreich 3 Jahre ! Und nicht ein oder zwei wie die tatsächliche momentane Lebensdauer.

    In Berlin hat ein findiges Kerlchen dieser Tage eine Plattform online gestellt, auf der solche "anfälligen" Produkte und Marken  gelistet und besprochen werden können -- ich habs wo, gleich wenn ichs finde, stell ichs euch rein ..

  • ok, da isser, der Link :

    britta (洋鬼子), 22.05.2012 16:52, Antwort auf #8
    #9

    http://www.murks-nein-danke.eu/

    und da der Artikel dazu :

    http://m.merkur-online.de/nachrichten/wirtschaft/warum-produkte-nicht-laenger-ha lten-duerfen-1873827.html

    zeigt allgemein ganz genau auf, was genau wir für die EU und deren Macher so  sind .... und offenbar sind wir ja auch ganz genau so deppert, denn sonst ginga so etwas ja nicht durch - und erst so lange und konsequent und alle spielen mit und verteidigen das noch !

  • Titanic Money empfiehlt...

    carokann, 22.05.2012 17:02, Antwort auf #9
    #10
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