Tabu?
Für die Typen doch nicht. Für Leute die allen Ernstes behaupten das Waffen für jeden ne sicherere Gesellschaft schaffen ist nichts tabu. Wie auch, Das Reich des Verstandes, der Rationalität und des Antandes haben diese Ärsche lange hinter sich gelassen.
Die NRA mit einem neuen Video nach Obamas heutiger Initiative für neue Waffengesetze - diesmal macht sie Obamas Kinder zum Thema, eigentlich etwas, das Tabu sein sollte:
In dieser Form finde ich nicht, daß hier ein Tabu gebrochen wird. Das ist eine ähnliche Argumentation wie wenn man aufzeigt, daß Spitzenpolitiker ihre Kinder in private Eliteschulen stecken, während sie die Gesamtschule mit 40% Ausländeranteil für den Rest der Gesellschaft propagieren. Ein Maßstab für sich selbst, ein anderer Maßstab für das Volk.
Man muß die NRA nicht mögen, aber die Argumentation: "Ein böser Kerl mit einer Waffe kann nur von einem guten Kerl mit einer Waffe gestoppt werden", ist zumindest schlüssig.
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Ne, da bin ich anderer Meinung. Erstens ist ne Unterscheidung zwischen nur gut und nur böse ne rein akademische, die sich in der Realität nicht wiederfindet. Und zweitens, haben beide keine Waffen, kann der Böse schon mal entschieden weniger Schaden anrichten. Nochmal zu gut und böse: Erstens, wer beurteilt das? Zweitens, Ist jemand permanent nur gut oder auch nur böse? Und was machen die Guten, wenn sie denn mal Böse werden? Und ne Knarre haben?
Mal abgesehen davon, Bewaffnete Schulen? Wenn dann auch alle, willkommen im Paranoialand.
Was die Kids von Obama angeht, das ist verlogen ohne Ende. Wenn man der Argumentation zustimmt, dann aber bitte die Forderung für alle Politiker vorneweg, keine Bodyguards mehr, keine private KV, kein nichts. Und sone Forderung aus dem mund erzreaktionerärer Lobbyisten erinnert mich dann an die alles gleichmachenden wollenden selbsternannten Sozialisten. Denen würde das gefallen.
Man muß die NRA nicht mögen, aber die Argumentation: "Ein böser Kerl mit einer Waffe kann nur von einem guten Kerl mit einer Waffe gestoppt werden", ist zumindest schlüssig.
das ist hirnbefreiter bullshit!
jene art von pseudologik, mit der die nra seit jahrzehnten gegen schärfere waffengesetze kämpft und dabei bewusst über leichen geht.
Ne, da bin ich anderer Meinung. Erstens ist ne Unterscheidung zwischen nur gut und nur böse ne rein akademische, die sich in der Realität nicht wiederfindet. Und zweitens, haben beide keine Waffen, kann der Böse schon mal entschieden weniger Schaden anrichten.
99% der Leute begehen auch bewaffnet keine Gewaltverbrechen. Das Problem ist das 1%, das zu Gewaltverbrechen neigt. Mit legaler Waffe oder ohne. Wenn die 99% braven Buerger sicher keine Waffe haben, kann dieses 1% enormen Schaden anrichten. Bestes Beispiel das Massaker von Norwegen, wo ein Einzelner einen nach dem anderen Abschlachten konnte, ohne dass dem von den braven Unbewaffneten irgendetwas entgegengesetzt werden konnte.
Wenn man der Argumentation zustimmt, dann aber bitte die Forderung für alle Politiker vorneweg, keine Bodyguards mehr, keine private KV, kein nichts.
Richtig. Entweder keine Waffen - dann auch nicht fur Politiker und deren Bodyguards. Oder eben doch Waffen, dann aber auch fuer die Leute, die nicht rund um die Uhr vom Staat beschuetzt werden.
Aber Waffen nur fuer Politiker, nicht fuer das Volk - das ist genau der Doppelstandard, den die NRA kritisiert.
"Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the act depriving a whole nation of arms as the blackest.", schreibt Gandhi in seiner Autobiographie.
Lieber Wolli. Das ist so ein merkwürdiger Fundamentalimus, den Du da betreibst. Erstens muß man dafür sorgen, daß es so wenig Waffen wie möglich gibt und zweitens muß der Waffenerwerb für Leute, die gewaltbereit sind, so schwer wie möglich sein.
Zweiterem stimme ich zu, ersterem nicht. Die Zahl der Waffen spielt eine untergeordnete Rolle. Hunderttausende legale Sturmgewehre im Spind verursachen weniger Schäden als ein paar Revolver in Händen von Kriminellen.
Um es klar zu sagen, ich bin herzlich dankbar, daß es in Deutschland zwischen 1966 und 1985 nicht leichter war an Waffen zu kommen! Das hätte es vielen Leute aus der linksradikalen Szene unmöglich gemacht, von ihren Irrwegen zurück zu kommen!
In Österreich war es bis in die 90er-Jahre verhältnismäßig leicht, eine Waffe zu kaufen; für Faustfeuerwaffen war eine Besitzkarte nötig, die man aber auf Antrag ohne Angabe von Gründen bekommen hat. Pumpguns, Gewehre und ähnliches war frei ab 18. Das war mE ein gutes System. Mittlerweile ist das Gesetz, dem europaweiten Trend entsprechend, deutlich strenger. Gebracht hat es genau nichts, außer viel Bürokratie und ein Ausweichen auf den Schwarzmarkt.
Natürlich aber und auch da ist Dein Standpunkt undurchdacht müssen besonders gefährdete Personen weiterhin bewaffnet geschützt werden. Denn es ist unmöglich zu verhindern, daß entschlossene und mit ausreichend Resourcen ausgestattete Verbrecher an Waffen kommen. Vor Allem weil es auch immer Staaten geben wird, die ihnen dies Waffen in die Hand geben!
Eben, das ist genau der Punkt. Verbrecher kommen immer an Waffen, Gesetzestreue nur wenn man sie läßt. Strenge Waffengesetze führen dazu, daß neben der Polizei nur mehr die Kriminellen Waffen haben.
Eben, das ist genau der Punkt. Verbrecher kommen immer an Waffen, Gesetzestreue nur wenn man sie läßt. Strenge Waffengesetze führen dazu, daß neben der Polizei nur mehr die Kriminellen Waffen haben.
Ein Standardargument der NRA, nur so viel dazu:
- Kriminelle sind zu 95% strunzdumm, was oft auch der Grund für ihre Berufswahl ist, bi strengen Waffengesetzen kommen sie auch nur schwer und teuer an Waffen.
- Kriminelle sind nicht immer, nicht genetisch und nicht überall gewaltätig, ein leichter und legaler Zugang zu Waffen und die Erlaubnis, diese überall zu tragen, ermöglich es ihnen und auch denen, die zum ersten mal kriminell werden (Amokläufer z.B.), in allen Situationen den höchst möglichen Schaden anzurichten.
- Es geht hier um das Verbot von automatischen Waffen und von Waffen, die mehr als 10 Schuss pro Magazin abfeuern können, um militärische Waffen, die nur dafür hergestellt wurden, möglichst viele Menschen auf einmal zu töten.
- In den USA kommen auf 314 Millionen Bürger 300 Millionen Schusswaffen, wenn dort neben der Polizei nur Kriminelle Waffen haben, sind statistisch alle US-Bürger kriminell.
- Keiner von Obamas Vorschlägen will (mit Ausnahme der halbautomatischen Waffen) die existierenden Waffen vom Markt nehmen.
- Ein Vergleich der Zahlen von Schusswaffenopfern in Staaten wie den USA und Staaten mit rigider Kontrolle wie Deutschland widerlegt dieses Argument.
Eben, das ist genau der Punkt. Verbrecher kommen immer an Waffen, Gesetzestreue nur wenn man sie läßt. Strenge Waffengesetze führen dazu, daß neben der Polizei nur mehr die Kriminellen Waffen haben.
Ein Standardargument der NRA, nur so viel dazu:
- Kriminelle sind zu 95% strunzdumm, was oft auch der Grund für ihre Berufswahl ist,
Ja, das ist ein gutes Argument, dem will ich nicht widersprechen.
- Kriminelle sind nicht immer, nicht genetisch und nicht überall gewaltätig, ein leichter und legaler Zugang zu Waffen und die Erlaubnis, diese überall zu tragen, ermöglich es ihnen und auch denen, die zum ersten mal kriminell werden (Amokläufer z.B.), in allen Situationen den höchst möglichen Schaden anzurichten.
Amokläufer sind ein Sonderfall, der zwar recht spektakulär, statistisch aber nicht relevant ist.
- Es geht hier um das Verbot von automatischen Waffen und von Waffen, die mehr als 10 Schuss pro Magazin abfeuern können, um militärische Waffen, die nur dafür hergestellt wurden, möglichst viele Menschen auf einmal zu töten.
Über ein Verbot vollautomatischer Waffen kann man diskutieren. Die Einschränkung auf 10 Schuß pro Magazin scheint mir dagegen übertrieben. Die Glock hat in der Standardausführung beispielsweise 17 Schuß; wo liegt das Problem?
- In den USA kommen auf 314 Millionen Bürger 300 Millionen Schusswaffen, wenn dort neben der Polizei nur Kriminelle Waffen haben, sind statistisch alle US-Bürger kriminell.
Ich sprach ja nicht vom Status quo, sondern von den Abrüstungsträumen mancher Waffengegner. Jetzt hat jeder US-Bürger, soferne er nicht in den Bobo-Gebieten wie New York lebt, seine eigene Waffe. Das macht ihn nicht zum Kriminellen, sondern zum freien, von staatlichen Gewaltmonopolphantasien unabhängigen Bürger. Aber je stärker man den legalen Waffenbesitz einschränkt, desto höher wird der Anteil Krimineller an den Waffenbesitzern.
- Keiner von Obamas Vorschlägen will (mit Ausnahme der halbautomatischen Waffen) die existierenden Waffen vom Markt nehmen.
Die Vorgangsweise ist immer die gleiche. Zuerst wird der Verkauf verboten und der Bestand registriert, danach wird der Bestand eingezogen. Man kann nur jedem Waffenbesitzer empfehlen, sich nicht registrieren zu lassen und die Waffe gut zu verwahren.
- Ein Vergleich der Zahlen von Schusswaffenopfern in Staaten wie den USA und Staaten mit rigider Kontrolle wie Deutschland widerlegt dieses Argument.
Es gibt keinen Zusammenhang. In England ist die Gewalt mit Schußwaffen nach Blairs strengem Waffengesetz signifikant angestiegen, in der Schweiz ist die Schußwaffenkriminalität trotz höchster Bewaffnungsdichte extrem niedrig, in Österreich hat sich die Zahl der Schußwaffen in zwei Jahrzehnten verdoppelt während die Zahl der Verbrechen mit Schußwaffen um 40% zurückgegangen ist ...
Gewaltkriminalität hat viele Ursachen; der legale Zugang zu Schußwaffen gehört nicht dazu.
Es gibt keinen Zusammenhang. In England ist die Gewalt mit Schußwaffen nach Blairs strengem Waffengesetz signifikant angestiegen, in der Schweiz ist die Schußwaffenkriminalität trotz höchster Bewaffnungsdichte extrem niedrig, in Österreich hat sich die Zahl der Schußwaffen in zwei Jahrzehnten verdoppelt während die Zahl der Verbrechen mit Schußwaffen um 40% zurückgegangen ist ...
Gewaltkriminalität hat viele Ursachen; der legale Zugang zu Schußwaffen gehört nicht dazu.
Du gehst hier von eher kurzfristigen zeitlichen Trends aus, die Basis der Schusswaffenopfer in Großbritannien und Österreich ist aber verglichen mit den USA verschwindend gering und der (kurzfristige) Anstieg kann an verschiedensten Faktoren gelegen haben. Wenn Du stattdessen die Zahl der Schusswaffenopfer eines Landes pro 1000 EW nimmst und Dir dann die Zahl der legalen Waffen und die langfristige Gesetzgebung anschaust, wird der Zusammenhang eher deutlich. Man kann den derzeit über 1000% igen Anstieg von manchen halbautomatischen Waffen in den USA (Schlussverkaufspanik) und den ev. daraus folgenden Anstieg von Opfern in den kommenden Jahren auch nicht Obamas ev. Gesetzesverschärfung anrechnen, was die Waffenlobby aber sicher machen wird.
Außerdem sind Gesetze nur ein Bestandteil, die Kultur der Gesellschaft im Umgang mit Waffen hat sich in Großbritannien und Österreich nicht wesentlich verändert, es gab dort nie eine Mehrheit von Waffennarren. Bestehende Waffen sind in einem Land weder kurzfristig noch mittelfristig einziehbar, sie werden die Kriminalität auf lange Zeit hoch halten, was jedes ehemalige Bürgerkriegsland zeigt. Und bei uns werden noch nach 67 Jahren jedes Jahr Hunderte von Fliegerbomben entschärft. Nicht die Waffen sind böse, aber das böse Potential von Menschen wird dadurch je nach Stand der Technik extrem gesteigert und die Unfallgefahr nimmt extrem zu.
In den nächsten Wochen und Monaten finden u.a. folgende Wahlen und Abstimmungen statt – zu allen Terminen werden (voraussichtlich) Märkte aufgesetzt:
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