Ganz so super ist er in diesem Jahr nicht, aber dafür ist mit zehn Staaten eine gut handhabbare Zahl am Start; man könnte - falls gewünscht - wohl wieder einen Markt aufsetzen wie vor vier Jahren: Wieviele Staaten gewinnt Kandidat XYZ am Super Tuesday?
Es sind auch ein paar ganz interessante Staaten am Start: Ohio natürlich, der klassische Swing State mit einer großen weißen Arbeiterschaft, ökonomisch recht stark gebeutelt. Dann Alaska, der exotische Staat mit Randlage war politisch für einige Spektakel gut in den letzten Jahren, man denke an Palin oder den Sieg einer Senatskandidatin, die eigentlich gar nicht auf dem Stimmzettel stand. Dann Georgia, ein Staat, der wie gemacht scheint für Gingrich - falls von dem bis dahin noch etwas übrig ist. Darüber hinaus gibt es sehr liberale Staaten (Massachusetts und Vermont, dessen Senator sich als "Sozialist" bezeichnet) und eher ländlich geprägte und recht konservative Gegenden (Idaho, Tennessee, Oklahoma). Die Liste:
Alaska (Caucus, Sieger 2008: Romney),
Georgia (Primary, Sieger 2008: Huckabee),
Idaho (Caucus, Sieger 2008: McCain),
Massachusetts (Primary, Sieger 2008: Romney),
North Dakota (Caucus, Sieger 2008: Romney),
Ohio (Primary, Sieger 2008: McCain),
Oklahoma (Primary, Sieger 2008: McCain),
Tennessee (Primary, Sieger 2008: Huckabee),
Vermont (Primary, Sieger 2008: McCain),
Virginia (Primary, Sieger 2008: McCain) - hier stehen nur Romney und Paul auf dem Stimmzettel.
Die Wahlergebnisse von 2008 sind natürlich nur begrenzt aussagekräftig, einige Staaten stimmten damals zu einem Zeitpunkt ab, als nur noch McCain und Paul im "Rennen" waren und McCain schon genug Delegierte für den Sieg beisammen hatte.

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Republican_GOP_Primary_Results_2008.svg
Allgemein heißt es, dass ein Caucus eher die gut organisierten Kandidaten (Romney oder Paul) begünstigt, bei Primaries ist das weniger ausgeprägt. Tennessee, Vermont und Virginia sind offene Primaries, hier dürfen also nicht nur Republikaner mitstimmen, Oklahoma ist ein geschlossenes (nur für registrierte Republikaner), die anderen Primaries haben ihre eigenen Regeln, die ich jetzt mal nicht recherchiere.
Links:
http://en.wikipedia.org/wiki/Results_of_the_2012_Republican_Party_presidential_p rimaries
http://en.wikipedia.org/wiki/Results_of_the_2008_Republican_Party_presidential_p rimaries
Die Alternative / Ergänzung zum oben skizzierten Markt wären natürlich Prozentemärkte zu besonders interessanten Staaten - Ohio sicherlich und dazu einer der beiden (eher Georgia), die 2008 von Huckabee gewonnen wurden (und daher noch am ehesten Potenzial für Gingrich oder Santorum erwarten lassen).
ich würde zusätzlich WA mitnehmen wollen (03.02.2012)
ich würde zusätzlich WA mitnehmen wollen (03.02.2012)
Die erste Vorwahl an der liberalen Westküste, warum nicht? Auch eine gute Gelegenheit, mal wieder die alten Grunge-Alben aus dem Schrank zu holen (Seattle und so). Wir müssen halt nur aufpassen, dass wir keinen Märkte-Overkill kriegen; irgendwann kann man dem Ganzen ja nicht mehr folgen. Und zumindest mit Blick auf den Super Tuesday stellt sich mir die Frage, welche Aktien man da an den Start schickt.
Ganz radikal (immer vorausgesetzt, Romney gewinnt Florida und dominiert auch die ersten Wahlen im Februar): "Romney" und "Andere". Ansonsten ist zu befürchten, dass etwaige Gingrich-, Santorum- und Paul-Aktien allesamt zu sehr niedrigen Werten gehandelt werden. Oder was denkt Ihr?
der marktwert für den super tuesday würde 11 betragen.
ein gewonnener staat entspräche also umgerechnet knapp 10 % in einem 100er markt. vier aktien würde ich daher als sinnvoll ansehen.
Hm, Washington also rein in den Markt zum Super Tuesday? Warum nicht, vor vier Jahren war das Ergebnis dort ganz spannend:
McCain 25,9
Huckabee 23,52
Paul 21,64
Romney 15,45
Uncommitted 13,49
http://en.wikipedia.org/wiki/Washington_Republican_caucuses,_2008
In Washington haben wir also sowohl Sozialkonservative als auch Libertäre in einer Zahl, die einen Sieg nicht völlig unmöglich erscheinen lässt. Wobei man natürlich sehen muss, dass Romney sowohl alte Fans dort hat als auch nach Florida wohl der klare Favorit auf den Gesamtsieg sein dürfte, was ja auch Auswirkungen auf das Wahlverhalten haben wird. Trotzdem ein recht spannender Staat.
Fragt sich, welche Aktien man dann anbietet. Wird es eine Aktie "Andere" geben? Pro: Theoretisch könnte noch jemand antreten und dann irgendwo gewinnen. Sehr unwahrscheinlich, aber die Möglichkeit muss man zumindest bedenken, sonst kriegt man im (noch einmal: extrem unwahrscheinlichen) Fall der Fälle ein echtes Problem mit der Abwicklung des Markts. Warum nicht Santorum oder Paul als "Anderen" an den Start schicken, dann hätte man auch diese Eventualität abgedeckt?
Herman Cain, frischgebackener Gingrich-Fan, äußert sich auf FOX über die Primaries: Ein zweiter Platz in Florida wäre ja irgendwie auch ein Sieg. Und ein ganz wichtiger Staat wähle ja erst am Super Tuesday: Gingrichs und Cains Heimatstaat Georgia.
"Next, he goes to Nevada, Maine, and we've got Super Tuesday coming up. And there's a very important state that's on Super Tuesday -- Georgia."
http://gop12.thehill.com/2012/01/cain-sets-newts-expectations.html
Wird wirklich interessant, ob Newt hier noch einmal gewinnen kann - oder wie er es rechtfertigt, im Rennen zu bleiben, wenn er hier in seinem Hinterhof verliert. Bei allem Enthusiasmus Cains: Huckabee hat Georgie gewonnen und war dann trotdem nicht der Präsidentschaftskandidat gegen Obama. Es sind halt doch fünfzig Staaten (plus andere Territorien).
Bizarre Beobachtung zu diesen Territorien: Dort hat man als Wähler wirklich noch Gewicht. In Guam beispielsweise nahmen 2008 ganze neun Wähler am Caucus der GOP teil, sie schickten sechs Delegierte zum Parteitag. Auf Samoa gabe es auch 9 Wähler und ebenso viele Delegierte. Da kann die Caucus-Versammlung gleich gemeinsam in den Flieger steigen.
The memo, from National Political Director Martin Baker, notes Romney’s lack of conservative grassroots support, and stresses that Romney currently has just 33 of the 1144 needed (Gingrich has 25 of 1144).
“Regardless of who wins on Tuesday,” the memo says, “they will have less than 10% of the delegates they need to claim the nomination….”
Additionally, the memo stresses that the proportional nature of the upcoming contests “essentially guarantees that no candidate will secure the nomination anytime soon and the map quickly becomes more favorable for Gingrich.”
More than 20 percent of the available delegates (467) will be awarded on Super Tuesday, and the memo notes that, one of the Super Tuesday states is Georgia, with 76 delegates at stake. To put that in perspective, “even if Romney wins Florida on Tuesday, he will only have 83 total delegates; Newt’s home state could effectively cancel out his entire delegate count to date.”
The memo also describes Tennessee (58) and Oklahoma (43) as “favorable” Super Tuesday states, and notes that just one week after Super Tuesday (March 13), 90 delegates will be in play in Alabama and Mississippi. And if the point that a Florida loss is survivable wasn’t already hammered home, the memo notes, “these 90 [delegates] alone are more than the 83 Romney will have in hand on Wednesday morning if he wins Florida.”
In manchen Caucuses wurden 2008 relativ viele Stimmen für die Option "Uncommitted" abgegeben - in Washington beispielsweise über 13 Prozent. Wie behandeln wir diese Stimmen - es sind ja nicht wirklich Stimmen für "andere" Kandidaten, sondern Stimmen für jeden Kandidaten. Ich würde vorschlagen, dass wir diese Stimmen in Prozente-Märkten einfach rausnehmen - wir müssen es aber rechtzeitig festlegen.
Wär schön, wenn die Marktfrage mal beantwortet würde, schließlich stehen diverse Caucusmärkte vor der Tür.
A Public Policy Polling survey there, completed last week, showed a competitive three-way race between Mr. Gingrich, Mr. Romney and Rick Santorum, with Mr. Gingrich holding a nominal one-point lead. [...]
Ohio could be an interesting test case: like Florida, it is a populous state with a number of media markets, potentially giving Mr. Romney’s campaign some advantages because of its superior resources. However, it is also a working-class state, a group with which Mr. Romney has sometimes struggled.
kannst du mir ein oder zwei links schicken, um zu sehen, wie andere das problem gelöst haben?
Was meinst Du? Das ist ja doch eine sehr wahlbörsenspezifische Frage. Bei den Wiki-Ergebnissen der Caucusvorwahlen von 2008 wird Uncommitted einfach ausgewiesen, aber für uns hat es den Nachteil, dass das schwer einzuschätzen ist - in manchen Staaten lagen die Alles-Abnicker bei über 10%, in anderen bei einem. Und da es wie gesagt ja keine Wahl eines "anderen" Kandidaten ist, würd ich die Stimmen einfach rausnehmen.
In den nächsten Wochen und Monaten finden u.a. folgende Wahlen und Abstimmungen statt – zu allen Terminen werden (voraussichtlich) Märkte aufgesetzt:
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