http://www.faz.net/f30/aktuell/WriteLike.aspx
Textprobe eingeben und das Programm ermittelt, welchem Autor der eigene Stil entspricht.
Ein Selbstversuch:
Folgender Text aus meinem Blog
Sarrazin - Zementierer bestehender Ungerechtigkeit
Eine Analyse, die auf falschen Annahmen beruht ist wertlos.
Die daraus abgeleitete Prognose ist nicht mehr als Kaffeesatzleserei, die eher auf eigenen irrationalen Ängsten beruht.
Die von Sarrazin behauptete genetisch bedingte “Dummheit” der türkischen Einwanderer ist nicht real, sondern in Zukunft verbesserbar durch grössere frühere Förderung in den Kulturtechniken : erst wenn alle diese Mittel ausgeschöpft sind werden die wahren genetischen Verhältnisse sichtbar.
Das ist schon lange bekannt. Die Abwehr gegen Bildungsreform (s. Hamburger Volksentscheid) dient dazu den status quo der Ungerechtigkeit zu erhalten - zum Vorteil für die eigene Nachkommenschaft.
Sarrazin bedient nur den Impuls der Elite unseres Landes sich aus der Verantwortung für die Verlierer der Gesellschaft, gleich ob Muslim oder nicht, ruhigen Gewissens stehlen zu können, dabei über Chancengleichheit zu reden, ohne diese in Wahrheit ermöglichen zu wollen: für jedes Kind und auch jeden erwachsenen Gescheiterten, der willens ist von vorne anzufangen.
Ergibt:
SIGMUND FREUD
es hätte schlimmer kommen können
Ok, ein Ausflug in die Kriminalliteratur von mir:
Ein dunkles Büro. Kubicki raucht kubanische Zigarillos
Aus dem Telefonhörer ist lautes Schluchzen zu hören.
Kubicki: Deine Sprachmuster, Guido, auf die musst du aufpassen. In der Sache liegst du richtig, aber die Sprachmuster, pass da auf."
Das Schluchzen wird lauter.
Kubicki trinkt einen Küstennebel.
"Wir haben Protagonisten in der Partei, die - weil sie keinen Arsch in der Hose haben
Lautes Weinen dringt aus dem Hörer
Noch ein Schluck aus der Pulle
" - immer behaupten, die anderen seien schuld. Ich sehe es ja im Bundesvorstand. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Andreas Pinkwart fordert eine breitere Aufstellung
ein weiterer Schluck
, aber niemand hindert ihn doch, sich öffentlich zu äußern - wenn auch nicht immer glücklich."
Das Weinen aus der Leitung verstummt.Westerwelle ist endlich eingeschlafen.
2. Szene Die Tür zu Kubickis Büro öffnet sich. Es ist Natascha, seine persönliche Assistentin.
Kubicki zieht scharf an seinem Zigarillo.
Aus dem Off hören wir seine Gedanken:" Gut, dass ich erst mal in Kiel geblieben bin.
"Ich würde in Berlin zum Trinker werden, vielleicht auch zum Hurenbock", Berlin hat einen enormen Frauenüberschuss.
Natascha blickt ihren Chef an. Er kann ihr Parfüm erahnen.
Aus dem Off:
"Ich weiß doch, wie es läuft: Da sind dann diese Abende, an denen Sie nur abschalten wollen, Stressabbau. Da sitzt Ihnen plötzlich eine Frau gegenüber, die Ihnen einfach nur zuhört. Und dann geht die Geschichte irgendwann im Bett weiter."
Natascha hat den ersten Knopf ihrer Bluse geöffnet.
Sie kommt auf Kubicki zu mit diesem Raubtiergang, fast wie diese Europaabgeordnete mit diesem Ehemann mit der Figur eines irischen Preisboxers.
Kubicki fast flüsternd zu Natascha, ihr einen Drink reichend
"Ich bin inzwischen zum dritten Mal verheiratet, und ich will auf keinen Fall auch diese Ehe ruinieren."
Ein enttäuschter Augenaufschlag, sie hilft ihm in den Mantel.
"Natascha. Du verstehst aber ich habe heute noch einen Termin."
Aus dem Off:
"Ein einziges Amt würde mich übrigens reizen: das des Finanzministers". "Wenn der jetzige es nicht auf die Reihe bekommt, dann würde ich nachdenken."
Die Maschine nach Berlin, dieser Hure an der Spree gehüllt in den Dunst aus Curry-Wurst und billigen Biers ging in einer halben Stunde.
Er hatte das perfekte Alibi. Manchmal musste man eben nachhelfen. Morgen würde ihn Merkel zum Finanzminister machen und er wäre endlich da wo er hingehört.
Vielen Dank !
Nette Idee.
zk25_1 (Franz Kafka)
Lustige Idee. Ich schreibe wie Rainald Goetz. Jetzt muß ich nur noch schnell herausfinden, wer das ist, und mir dann gelegentlich ein Buch von ihm ausleihen, um meinen Stil noch zu verfeinern.
Hab mal einen Text von Karl May eingegeben. Ich war eigentlich immer der Meinung, Karl May schreibt wie Karl May, aber weit gefehlt. Das erstaunliche Ergebnis lautet, Karl May schreibt wie Johann Wolfgang von Goethe. Wenn das kein Ritterschlag ist. Nun bin ich mal gespannt was passiert, wenn ich was von Goethe eingeb. Ob der wie Karl May schreibt?
Hab mal einen Text von Karl May eingegeben. Ich war eigentlich immer der Meinung, Karl May schreibt wie Karl May, aber weit gefehlt. Das erstaunliche Ergebnis lautet, Karl May schreibt wie Johann Wolfgang von Goethe. Wenn das kein Ritterschlag ist. Nun bin ich mal gespannt was passiert, wenn ich was von Goethe eingeb. Ob der wie Karl May schreibt?
Zitat aus Faust, Gretchen im Zwinger:
Wohin ich immer gehe
Wie weh, wie weh, wie wehe
Wird mir im Busen hier!
Ich bin, ach! kaum alleine,
Ich wein, ich wein, ich weine,
Das Herz zerbricht in mir.
Ergebnis: Heinrich Heine :-)
Ich finds luschtig
Hehe. Jetzt mußte ich das auch testen ...
Arthur Schnitzler (die ersten Absätze von "Der Weg ins Freie") - schreibt wie Joseph Roth.
Aber: Joseph Roth (das erste Kapitel von "Das falsche Gewicht") - schreibt wie ... Joseph Roth!
Marie von Ebner Eschenbach (Die ersten Absätze von "Er laßt die Hand küssen") - schreibt wie J.W. v. Goethe
Goethe (Die ersten Absätze der italienischen Reise) - schreibt auch wie Goethe.
Ferdinand von Saar (Die ersten Absätze der "Steinklopfer") - schreibt wie Peter Handke ...
Nunja, perfekt ist das Programm noch nicht, aber ganz daneben liegt es auch nicht.
naja!
erst schreibe ich wie peter handke, dann wie charlotte roche und zu guter letzt noch wie thomas mann. (letzteres nehme ich dankend an!)
man, bin ich belesen ... äh ... vielseitig in meiner ausdrucksweise.
Täglicher live-strem ab 10 Uhr mit vielen Interviews
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/live/1125936/Buchmesse-Frankfurt-das-blaue-sofa-LIVE#/beitrag/livevideo/1125936/Buchmesse-Frankfurt-das-blaue-sofa-LIVE
Radio:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/dasblauesofa/1284126/
Programm:
http://aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,1020848,00.html?dr=1
http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-argument-und-das-ich/1952462.html
Ein Text als Sammelsurium, ein Ich als Sammelsurium aus irgendwie angeordneten Thesen, teils eigener Wille und Geschmack, teils eben der „Literatur“ entnommen. Nichts durchgebildet. Argumentativ kann man gegen einen solchen Aufwasch kaum gewinnen. Da muss man schon grundsätzlicher werden.
Hier das mp3s des Gesprächs.
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/08/drk_20101008_1402_f04ce4ab. mp3 [dradio.de]
Auch Wladimir Kaminer & Günter Grass haben sich zu Sarrazin geäussert.
Kaminer sagte, dass spalterische Menschen wie Sarrazin bei Dante in dessen "Göttlicher Komödie" im 8. Kreis der Hölle landen.
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/06/drk_20101006_1502_8dafaad1. mp3
Grass wollte lieber über Literatur reden.
Weitere Gespräche zu interessanten Büchern hier:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/dasblauesofa/1284126/
Unser Adel zeigt Format. Ein Skandal im Cinemascope!
Der König [royalcourt.se] tritt vor die Presse. Er trägt eine grüne Barbour-Jacke. Er blickt ernst. Fragen dürfen nicht gestellt werden. Er sagt: „Das was passiert ist, ist lange her. Ich habe mit Königin Silvia darüber gesprochen. Wir sind uns einig, nicht mehr in der Vergangenheit zu kramen.“ Zu dem Buch sagt er: „Ich habe es erst gestern in die Hand bekommen. Gelesen habe ich es nicht. Ich kann ja nicht an einem Tag ein Buch lesen. Ich weiß aber, wovon es handelt. Toll ist das ja nicht.“
Dann geht er. Die Elchjagd geht weiter. Die Journalisten hatten ihr Waidmannsheil.
In den nächsten Wochen und Monaten finden u.a. folgende Wahlen und Abstimmungen statt – zu allen Terminen werden (voraussichtlich) Märkte aufgesetzt:
(Hinweis: Links verweisen stets auf Wahlfieber.de - identischer Login)
2. Halbjahr 2025
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