Berlin 2011

Beiträge 201 - 210 von 215
  • Berlin 2011 - die dunkelrot-grün Schwäche - Panne bei Auszählung

    ronnieos, 20.09.2011 19:13, Antwort auf #1

    Einige Wahlhelfer sind zu blöd, um (dunkel)rot und grün auseinander zu halten.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2011/berlin/berlin-panne-bei-ausz aehlung-schwaecht-rot-gruen_aid_667329.html

    Berlin:  Panne bei Auszählung schwächt Rot-Grün
    Weil im Wahlkreis Lichtenberg 1 die Stimmen der Grünen und Linken vertauscht wurden, hat jetzt die Kandidatin der Linken, Evrim Baba, und nicht die Sozialdemokratin Karin Seidel-Kalmutzki den Wahlkreis gewonnen.
    >> 
     Daraus ergibt sich nach Angaben der Landeswahlleitung vom Dienstag, dass die SPD ein Überhangmandat, Grüne und Linke je ein Ausgleichsmandat verlieren.
    >>
    Die Zahl der Abgeordnetensitze reduziert sich nun von 152 auf 149. Damit schrumpft eine mögliche rot-grüne Mehrheit von 78 zu 74 auf jetzt noch 76 zu 73. Rot-Grün liegt damit nur noch eine Stimme über der absoluten Mehrheit. [gut so - so wird etwas Geld eingespart!]

    Die SPD-Direktkandidatin Seidel-Kalmutzki, die seit 1999 im Abgeordnetenhaus sitzt, ist nicht über die Liste abgesichert und wird nun wohl ihren Platz verlieren. Nach Angaben des „Tagesspiegel“ war sie als mögliche nächste Präsidentin im Gespräch.

    Baalin - jrosse Klappe - aba keenen Durchblick !
  • RE: Berlin 2011 - die dunkelrot-grün Schwäche - Panne bei Auszählung

    gruener (Luddit), 20.09.2011 19:26, Antwort auf #201

    damit steigt gleichsam die chance für rot-schwarz.

    (während der letzten legislatur wechselten 5 abgeordnete die fraktion bzw. die partei)

  • RE: Berlin 2011 - die dunkelrot-grün Schwäche - Panne bei Auszählung

    ronnieos, 20.09.2011 19:31, Antwort auf #202

    damit steigt gleichsam die chance für rot-schwarz.

    (während der letzten legislatur wechselten 5 abgeordnete die fraktion bzw. die partei)

    ... um es mit Wowi zu sagen:   Und das ist gut so !

    Dann sind die Schuldenmacher der letzten Jahrzehnte glücklich vereint. Die werden schon Ideen haben, die Ausgaben weiter zu erhöhen ...

  • RE: Berlin 2011 - die dunkelrot-grün Schwäche - Panne bei Auszählung

    Wolli, 20.09.2011 19:39, Antwort auf #201

    Die Zahl der Abgeordnetensitze reduziert sich nun von 152 auf 149.

    Was hat es damit auf sich? Welche Eigenheiten hat das Berliner Wahlrecht hier zu bieten?

  • Mix Mehrheits-/Verhältniswahlrecht macht minus 3

    ronnieos, 20.09.2011 19:48, Antwort auf #204

    Was hat es damit auf sich? Welche Eigenheiten hat das Berliner Wahlrecht hier zu bieten?

    Nichts spezielles am Berliner Wahlrecht, sondern am Mix Mehrheits-/Verhältniswahlrecht:

    Nominal hat der Abgeordentenhaus 130 Sitze (60% Direktkandidaten 40% über Listen).

    Die SPD hatte mehr Sitze direkt gewonnen, als ihr verhältnismässig zustehen >> Ergeo die berühmten "Überhangmandate"

    Um das Ungleichgewicht durch die "Überhangmandate" zu ausbalanzieren, erhalten anderen Parteien "Ausgleichsmandate".

    Da die SPD Kandidatin nun nicht ins Parlament einzieht, fällt ein "Überhangmandat" weg - und gleichzeitig zwei "Ausgleichsmandate" 

  • RE: Mix Mehrheits-/Verhältniswahlrecht macht minus 3

    Wolli, 20.09.2011 19:56, Antwort auf #205


    Nominal hat der Abgeordentenhaus 130 Sitze (60% Direktkandidaten 40% über Listen).

    Die SPD hatte mehr Sitze direkt gewonnen, als ihr verhältnismässig zustehen >> Ergeo die berühmten "Überhangmandate"

    Um das Ungleichgewicht durch die "Überhangmandate" zu ausbalanzieren, erhalten anderen Parteien "Ausgleichsmandate".

    Da die SPD Kandidatin nun nicht ins Parlament einzieht, fällt ein "Überhangmandat" weg - und gleichzeitig zwei "Ausgleichsmandate"

    Interessant. Das heißt, man macht zuerst ein Mehrheitswahlrecht, um nachher erst wieder das Ergebnis eines Verhältniswahlrechtes zu simulieren? Sicher sehr gerecht, aber doch ein wenig zu komliziert, mMn.

    Wieviele Mandate können aus den 130 im Extremfall werden, also wahrscheinlich dann, wenn alle Wahlkreise hauchdünn von der selben Partei gewonnen werden? Knapp 260?

  • RE: Mix Mehrheits-/Verhältniswahlrecht macht minus 3

    gruener (Luddit), 20.09.2011 20:42, Antwort auf #206

    Interessant. Das heißt, man macht zuerst ein Mehrheitswahlrecht, um nachher erst wieder das Ergebnis eines Verhältniswahlrechtes zu simulieren? Sicher sehr gerecht, aber doch ein wenig zu komliziert, mMn.

    Wieviele Mandate können aus den 130 im Extremfall werden, also wahrscheinlich dann, wenn alle Wahlkreise hauchdünn von der selben Partei gewonnen werden? Knapp 260?

    im extremfall? - gute frage.

    nehmen wir einmal an, Berlin hätte vier etwa gleich starke parteien, die alle bei etwa 20 % lägen. die führende hat genau 20 % und gewinnt alle wahlkreise.

    nehmen wir weiterhin an, dass keine partei unter 5 % bleibt...

    ...dann bestände das abgeordnetenhaus aus 650 abgeordneten.

  • RE: Mix Mehrheits-/Verhältniswahlrecht macht minus 3

    zigzag, 20.09.2011 22:47, Antwort auf #205

    Soweit ich weiß gelten die Überhang und Ausgleichmandate nicht auf ganz Berlin verteilt, sondern pro Wahlbezirk.

    So stehen der SPD in ganz Lichtenberg drei (Grund-) Mandate zu. Hätte die SPD 4 Wahlkreise in Lichtenberg direkt gewonnen, hätten Grüne und Linke je ein Ausgleichmandat erhalten (so wie es ja zuerst aussah)

  • RE: Mix Mehrheits-/Verhältniswahlrecht macht minus 3

    saladin, 20.09.2011 22:56, Antwort auf #208

    im extremfall?

    wenn eine partei alle erststimmen aber keine zweitstimmen bekommt ......

  • RE: Mix Mehrheits-/Verhältniswahlrecht macht minus 3

    gruener (Luddit), 20.09.2011 23:40, Antwort auf #209

    im extremfall?

    wenn eine partei alle erststimmen aber keine zweitstimmen bekommt ......

    dann wären alle berliner, sofern sie denn auf irgendeiner liste kandidiert haben, mitglied des abgeordnetenhauses. :-)

Beiträge 201 - 210 von 215
20.912 Teilnehmer » Wer ist online

Wie funktioniert das?

So trägst du mit deinem Wissen zur Prognose bei » Mehr im Infocenter

Fehler gefunden? Feedback?

Fehlermeldungen und Feedback bitte per E-Mail an: help@wahlfieber.de